Ministerium zerschlägt Mündener Wasser- und Schifffahrtsamt

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Ministerium zerschlägt Mündener Wasser- und Schifffahrtsamt

Das Wasser-und Schifffahrtsamt (WSA) Hann. Münden, mit 190 Mitarbeitern in Südniedersachsen und Nordhessen wichtiger Arbeitgeber in der Region, wird zerschlagen.

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Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) gab am Mittwoch die neue Organisation der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung in Deutschland bekannt. Wie bereits berichtet, verliert das WSA mit Hauptsitz in Münden Zuständigkeiten an Minden, Braunschweig und Bonn.

Entlassen werde niemand. Allerdings müssen Mitarbeiter damit rechnen, an andere Standorte versetzt zu werden. Das WSA in Hann. Münden muss eine Reihe von Aufgaben abgeben. Betrieb und Unterhaltung der Bundeswasserstraßen Weser, Fulda und Werra gehen nach Minden an das dortige Wasser- und Schifffahrtsamt. Münden ist künftig nur noch Außenstelle von Minden. Die Zuständigkeit für Schifffahrt, Vermessung und Liegenschaft wandert zum Revieramt Braunschweig, die Bereiche Haushalt und Personal an die Generaldirektion in Bonn.

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Was der Verlust an Zuständigkeit für die rund 45 Beschäftigten in der Amtszentrale in Hann. Münden bedeutet, steht noch nicht fest. Ebenso ist noch nicht entschieden, was aus den anderen etwa 145 Mitarbeitern der Außenbezirke des WSA wird, einschließlich der Talsperrenverwaltung. Sie betreuen Weser, Werra und Fulda sowie Diemeltalsperre und Edertalsperre.

Die obere Weser von Münden bis Minden sowie Fulda und Werra werden vom Bund herabgestuft zur „sonstigen Wasserstraße“. Im Klartext: Der Bund wird die genannten Flüsse in der Region nicht weiter ausbauen. Sie werden jedoch im Bestand erhalten, wie es in dem Konzept des Ministeriums heißt, das der HNA vorliegt.

Was „im Bestand erhalten“ allerdings in der Praxis bedeutet, wird nicht konkretisiert. Das aber ist entscheidend für Firmen, die die Weser zum Gütertransport nutzen. (kri)

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