Besuch bei der GdP und MRV

Ministerpräsident Stephan Weil besuchte Hann. Münden und Staufenberg

Eine stattliche Politikerriege stellte sich den Fragen der Göttinger Polizisten. Unser Bild zeigt (von links) die Bundestagsabgeordneten Jürgen Trittin (Grüne) und Fritz Güntzler (CDU), Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD), den FDP-Bundestagsabgeordneten Konstantin Kuhle, Dr. Andreas Philippi, SPD-Bundestagskandidat, Dietmar Schilff, GdP-Landesvorsitzender, sowie den SPD-Landtagsabgeordneten Gerd Hujahn.
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Eine stattliche Politikerriege stellte sich den Fragen der Göttinger Polizisten. Unser Bild zeigt (von links) die Bundestagsabgeordneten Jürgen Trittin (Grüne) und Fritz Güntzler (CDU), Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD), den FDP-Bundestagsabgeordneten Konstantin Kuhle, Dr. Andreas Philippi, SPD-Bundestagskandidat, Dietmar Schilff, GdP-Landesvorsitzender, sowie den SPD-Landtagsabgeordneten Gerd Hujahn.

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil besuchte Staufenberg. Er war von der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Niedersachsen eingeladen worden. Davor war in Hann. Münden, beim Ruderverein.

Staufenberg – Die Burgruine Sichelnstein ist vermutlich um 900 als Festung gegen die Chatten gegründet worden, auf deren Gebiet heute die Nordhessen leben. Gestern wählte sie die Gewerkschaft der Polizei (GdP) Niedersachsen als Trutzburg, um sich gegen die Sparpläne der Landesregierung zur Wehr zu setzen.

Staufenberg: Ministerpräsident Weil sprach mit Polizisten

„100 Prozent Einsatz der Polizei erfordern 100 Prozent Einsatz der Politik“ war das Leitmotto einer Tagung und Podiumsdiskussion, zu der die Göttinger Kreisgruppe der GdP nach Staufenberg eingeladen hatte. Im Visier standen die Sparpläne der Landesregierung, Stellen bei der Polizei zu kürzen. Laut Dietmar Schilff, GdP-Landesvorsitzender und stellvertretender Bundesvorsitzender, seien es rund 850 landesweit bis zum Jahr 2025. Und das würde bedeuten, dass in jeder Polizeiinspektion rund 20 bis 40 Stellen wegfallen würden.

„Wir erwarten nun im Sinne der Menschen in Niedersachsen sowie der Polizeibeschäftigten, dass der Landtag als Haushaltsgesetzgeber die geplanten massiven Einschnitte des Kabinetts rückgängig macht“, so Schilff auf der Internetseite der GdP.

„Ich stehe in der Fankurve der niedersächsischen Polizei.“

Gestern in Sichelnstein konnte er den Protest gleich mehreren Landes- und Bundespolitikern direkt mit auf den Weg geben. Der Staufenberger Gerd Hartung, Vorsitzender der Kreisgruppe, hatte zu der Veranstaltung nicht nur den niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil (SPD) eingeladen, sondern auch die Bundes- und Landtagsabgeordneten der Region. Alle sind derzeit auch im Wahlkampf unterwegs und so bildete sich ein Podium mit Stephan Weil, dem Landtagsabgeordneten Gerd Hujahn (SPD), den Bundestagsabgeordneten Jürgen Trittin (Grüne), Fritz Güntzler (CDU), Konstantin Kuhle (FDP) sowie Dr. Andreas Philippi (SPD), der neu für den Bundestag kandidiert.

„Für einen guten Schluck“: Gerd Hartung (li.), Vorsitzender der GdP-Kreisgruppe Göttingen, schenkte Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil eine Gewerkschafts-Tasse.

In seiner Rede zollte Weil der Polizei Respekt und Anerkennung. „Ich stehe in der Fankurve der niedersächsischen Polizei.“ Zugleich verteidigte er aber die Kürzungspläne.

Er wies darauf hin, dass es sich dabei auch um über 500 Stellen handele, die zusätzlich geschaffen worden seien, weil die Polizei befürchtete, dass es wegen der Umstellung der Schulzeit von G-8 auf G-9 an den Gymnasien nicht genügend Nachwuchs geben würde. Dies, so Weil, habe sich nicht bewahrheitet. Sicher könnte die Polizei auch diese Stellen künftig gut gebrauchen, so Weil. Aber durch die Steuereinbrüche wegen Corona fehle dafür die finanzielle Voraussetzung. Es sei somit kein Abbau, sondern der Zubau werde begrenzt.

Weil: In Hann. Münden beim Ruderverein zu Gast

Vor dem Besuch in Staufenberg besuchte Weil Hann. Münden. Er hat den neuen „Achter“ des Mündener Ruder Vereins (MRV) auf den Namen „Südniedersachsen“ getauft. Das Boot aus Carbon und Kevlar gehörte der chinesischen Nationalmannschaft.

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil war in der Region zu Gast. Er hat den neuen „Achter“ des Mündener Ruder Vereins (MRV) auf den Namen „Südniedersachsen“ getauft.

Der Ruderverein hat es für 25 000 Euro gekauft. Es ist 18 Meter lang, wiegt 90 Kilogramm und kann in der Mitte geteilt werden. Die Wahl des Namens ist kein Zufall: Der MRV soll noch in diesem Jahr Talentzentrum des Landesruderverbandes werden. (Ekkehard Maaß/Thomas Schlenz)

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