Ateliers öffnen ihre Türen

Mit Hammer, Meißel und Pinsel

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Schatzkammer: In diesem Zimmer im Keller befindet sich Helga Riemanns Vorrat an Pinseln, Farben und sonstigen Materialien, die sie zum Malen benötigt.   

Dransfeld. Ob mit Hammer und Meißel oder Pinsel, Sand und Farbe – die künstlerischen Arbeiten der Dransfelderinnen Helga Reimann und Elke Wiegmann sind einzigartig.

Die Acrylgemälde und Skulpturen aus Speckstein, Sandstein und Alabaster konnten am Samstag und Sonntag, 8. und 9. September,  bei der elften Aktion „Offene Ateliers“, die vom Verein KulturRad organisiert wird, im Göttinger Land bewundert werden. Auch am kommenden Wochenende geben die Frauen wieder Einblicke in ihre Arbeit: Helga Reimann, Galerie EigenART, Im Kampe2, und Elke Wiegmann, In der Tweer 11, 14 bis 18 Uhr. 

Beide Künstlerinnen hatten wie die 36 anderen kreativen Köpfe des Umlandes das Resultat ihrer langjährigen Arbeit in Garten und Haus verteilt und zur Schau gestellt. „Das Arbeiten mit meinen Werkzeugen ist für mich wie eine Art Therapie, dadurch komme ich zur Ruhe und setze mich auch mit ernsteren Themen auseinander, die ich teilweise in den Steinen verarbeite. Angefangen habe ich vor über zehn Jahren aus einer Krise heraus, damals habe ich nur Tonfiguren gefertigt“, erzählt Elke Wiegmann.

Inzwischen arbeitet die Rentnerin mit vielen verschiedenen Steinen, vor allem mit Speckstein, dessen Exemplare je nach Größe des Steins auch ein ordentliches Gewicht auf die Waage bringen können.

Ihr Können habe sie sich unter anderem durch Lehrgänge und Kurse angeeignet, die sie bis vor Kurzem auch selbst gegeben hat. Seit diesem Jahr arbeite sie wieder mindestens ein Mal pro Woche an neuen Figuren.

Auch Helga Reimann kann nicht lange untätig sein. Draußen in ihrem Garten verwirklicht sie die Ideen, die sie vor allem durch Literatur und Bilder inspiriert haben. „Meine Bilder entstehen aus der Bewegung, ordentliche Formen und akkurate Striche kann ich nicht malen. Ein Konzept habe ich nie, aber ich bevorzuge zumindest warme Farben, also gelb und orange“, antwortet die ehemalige Lehrerin auf die interessierten Fragen der Besucher, die sie durch ihr gesamtes Haus und den Garten führte.

In ihren Bildern sind neben Acrylfarben auch oft Papierschnipsel, Sand oder andere Materialien verarbeitet.  

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