Polizei stoppt Lastwagen mit ungesichertem Gefahrgut

Mit Schieflage auf der A 7 bei Göttingen unterwegs

Diesen rumänischen Gefahrenguttransporter mit erheblicher Schieflage hat die Autobahnpolizei am Samstagmittag auf der A 7 gestoppt.
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Diesen rumänischen Gefahrenguttransporter mit erheblicher Schieflage hat die Autobahnpolizei am Samstagmittag auf der A 7 gestoppt.

Die Autobahnpolizei Göttingen hat am Samstagmittag einen Lastwagen mit Gefahrgutrecht-Kennzeichnung auf der A 7 aus dem Verkehr gezogen.

Göttingen – Wie die Polizei mitteilte, war der rumänische Fahrer gegen 13.30 Uhr auf der A 7 vom Dreieck Drammetal in Richtung Kassel unterwegs.

Aufgrund seiner erheblichen Schieflage, die auf einen technischen Defekt oder aber falsche Ladungsverteilung hinwies, wurde der Sattelzug mit rumänischer Zulassung auf dem Parkplatz Hackelberg bei Hedemünden (Landkreis Göttingen) angehalten und kontrolliert.

Hierbei stellte sich heraus, dass der 45 Jahre alte Fahrzeugführer auf seiner Fahrt von Dänemark nach Italien neben Gefahrgütern auch einen Minibagger beförderte, der aber vom Verlader nicht mittig, sondern auf die rechte Seite verladen wurde. Dadurch entstand die erhebliche Schieflage.

Bei der weiteren Kontrolle wurden gravierende gefahrgutrechtliche Verstöße festgestellt. Teilweise waren die vorgeschriebenen Papiere nicht vorhanden.

Auch die erforderliche Ausrüstung, hier die Feuerlöscher, waren nicht ordnungsgemäß.

Die beförderten würfelförmigen Behältnisse, sogenannte Kombinations-IBC, wurden durch eine unsachgemäße Ladungssicherung beschädigt: Die verwendeten Spanngurte wurden so angebracht, dass der Innenbehälter bleibend verformt wurde. Es kam jedoch nicht zu einem Austritt des gefährlichen Inhaltes. Befördert wurde ein umweltgefährdender flüssiger Stoff (Stoffnummer UN 3082) sowie weitere Gefahrstoffe.

Außerdem stellten die Beamten bei der Kontrolle fest, dass weitere Ladungsgüter auf der Ladefläche, darunter ein hydraulischer Greifer für einen Bagger mit einem Gewicht von etwa einer halben Tonne, nicht gesichert waren und das Gefahrgut hätten beschädigen können.

In der Fahrerkabine wurde zudem ein Campinggaskocher mit etwa 1 kg Propangas ohne jede Sicherung befördert. Gerade diese Beförderung von Gaskochern in Führerhäusern führte laut Polizei in der Vergangenheit bereits mehrfach zu gefährlichen Verpuffungen und Bränden.

Dem 45-jährigen Fahrzeugführer wurde die Weiterfahrt untersagt und der Sattelzug an einem sicheren Ort abgestellt. Die für die Beförderung zuständige Firma ist nun gehalten, geeignete Maßnahmen zu veranlassen. Vermutlich müssen die beschädigten Behältnisse entleert werden. Nach Angaben der Firma können diese Maßnahmen jedoch erst im Laufe der Woche erfolgen.

Eine Sicherheitsleistung von Fahrer und Beförderer in Höhe von insgesamt 800 Euro wurde bereits eingehalten. Den Verlader aus Dänemark erwartet noch eine weitere Strafe von mindestens 500 Euro.  

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