Projekt für mehr Mobilität auf dem Land: 

Die Mitfahrbank in Escherode  steht bereit

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Bitte Platz nehmen und warten: Hat ein Autofahrer das gleiche Fahrziel, heißt es „Bitte mitnehmen“. Unser Bild zeigt von links Tessa Asche, Helen Mai, Ortsbürgermeister Hans-Jürgen Stock, Staufenbergs Bürgermeister Bernd Grebenstein, Peter Esche (zweite Reihe) sowie Timo und Siegfried Kühlborn bei der Einweihung der Mitfahrbank.   

Escherode.  Wer mitgenommen werden will, setzt sich auf die Mitfahrbank: Trampen für Fortgeschrittene in Escherode. 

In dem Ort der Gemeinde Staufenberg (Landkreis Göttingen)  ist jetzt das Projekt Mitfahrbank gestartet. „Mehr Mobilität im ländlichen Raum“ verspricht sich Gemeindebürgermeister Bernd Grebenstein von dieser Initiative und ist mit dem Ortsrat Escherode einer Meinung.

Die Idee dazu, eine solche Mitfahrgelegenheit auf die Beine zu stellen, hatten Tessa Asche und Helen Mai, die ihr Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) bei der Lebens- und Arbeitsgemeinschaft Gastwerke in Escherode absolvieren. In diesem Rahmen planen und werkeln sie seit vergangenem Herbst an diesem Projekt. Das Prinzip der Mitfahrbank ist ganz einfach: Man schiebt ein vorgefertigtes Ortschild mit seinem Wunschziel in die dafür vorgesehene Halterung, nimmt auf der selbst gebauten, massiven Eichenbank platz und wartet, bis jemand mit gleichem Fahrziel eine Mitfahrgelegenheit anbietet.

Über den Standort für die Bank in der Dorfmitte, rechts neben der Bushaltestelle, haben die beiden Frauen mit dem Ortsrat gemeinsam beratschlagt. „Ob der Standort richtig gewählt ist, oder wir die Bank möglicherweise zu einem späteren Zeitpunkt versetzen möchten, werden wir auf uns zukommen lassen“, so Ortsbürgermeister Hans-Jürgen Stock. Zur Feierstunde am Samstagabend waren viele Escheröder gekommen, die der neuen Mitfahrgelegenheit positiv gegenüber stehen.

Ein wichtiger Punkt für Interessierte war die Frage nach dem Versicherungsschutz, wenn unterwegs etwas passiere. „So lange kein Geld für die Mitfahrt genommen wird – und das Angebot ist generell unentgeltlich – greift auch der übliche Versicherungsschutz der privaten Kfz-Versicherung“, so Helen Mai. Grebenstein gratulierte zu dem vorbildlichen Engagement und hofft, dass sich weitere Orte dieser Idee anschließen, ein ähnliches Angebot zu kreieren. Neben Mobilität sieht Grebenstein auch neue Kontaktmöglichkeiten für Jung und Alt. Dass die Mitfahrbank in Zukunft gut genutzt wird, das wünschen sich viele Escheröder. Allen voran Tessa Asche und Helen Mai.

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