Mord und Mystisches: Renate Carlotta Göbel hat einen Fantasyroman geschrieben

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Fantasy aus Lippoldshausen als E-Book: Renate Carlotta Göbel präsentiert ihren Roman „Die Musen können mich mal“.

Lippoldshausen. Renate Göbels Passion ist das Schreiben - und das schon seit Jahren. Im vergangenen Herbst hat die Lippoldshäuserin ihr erstes Buch mit dem Titel „Ich glaube, die Musen können mich mal" als elektronisches Buch („E-Book") herausgebracht.

„Es ist ein Fantasy-Jugendbuch und geeignet ab zwölf Jahren“, sagt die Autorin.

Göbel, die mit ihrem Mann in einem alten Bauernhaus in Lippoldshausen wohnt, erzählt darin die Geschichte der 17-jährigen Renate, die nach dem Tod ihrer Mutter in ein englisches Internat gesteckt wird. Sie fühlt sich abgeschoben und unglücklich, findet dort aber in Avelie und Patrick zwei richtig coole Freunde. Aber dann gibt es da auch noch Aidan, einen sehr dubiosen Mitschüler. Der behauptet nicht nur, ein Elbenprinz zu sein, sondern weiß offensichtlich auch bestens Bescheid über den Mord an Renates Mutter.

„Aidan überredet Renate, mit ihm nach Florenz zu reisen, um dem Mörder ihrer Mutter auf die Spur zu kommen. Was und wen sie dort kennenlernt, bringt ihre bisherige Weltanschauung durcheinander“, sagt Renate Göbel, ohne zu viel vom Inhalt des Buches verraten zu wollen.

Nur so viel: Renate begegnet dort mystischen Wesen wie Elben, Undine, Satyr und Götter. Das Buch handelt auch von der ersten Liebe, denn die Renate aus dem Buch verliebt sich schließlich in den Elbenprinzen.

Die Protagonistin Renate heißt wie die Autorin, beide leiden unter der Darmkrankheit Morbus Crohn - wie autobiografisch ist das Buch? „Die Renate aus dem Buch, das bin nicht ich, aber das Mädchen musste so heißen, weil der Name eine bestimmte Bedeutung hat: nämlich ‘die Wiedergeborene’. Internatsleben habe ich nie kennengelernt und Elben sind mir auch noch nicht begegnet“, sagt die Autorin. Aber es seien durchaus zahlreiche Erfahrungen und Erlebnisse aus ihrem Leben mit in die Geschichte eingeflossen.

Obwohl schon etliche E-Books verkauft worden sind, spielt der wirtschaftliche Aspekt - zumal bei einem Verkaufspreis von knapp vier Euro - für Göbel keine Rolle. Trotzdem freut sie sich über diese Art der Anerkennung ebenso wie über persönliche Rückmeldungen der Leser. Und die fielen bislang so gut aus, dass sie bereits an der Fortsetzung arbeitet: „Ich bin schon beim sechsten Kapitel“, verrät die Autorin.

Das Buch: Renate Carlotta Göbel: „Ich glaube, die Musen können mich mal.“ Als E-Book für 3,99 Euro bei allen Online-Buchhändlern. 

Ausgiebige Recherche 

Zwei Jahre hat die 56-Jährige an dem fast 400 Seiten starken Buch geschrieben. „Unsere vier Söhne sind erwachsen und aus dem Haus, mein Mann tagsüber an der Arbeit - und ich kann krankheitsbedingt nur eingeschränkt arbeiten. Da lag das Schreiben eines ganzen Buches auf der Hand“, erläutert Göbel.

Erst waren es nur ein paar kurze Geschichten, die sie Freunden und Bekannten zur Lektüre gab. Die waren so angetan, dass sie Göbel ermunterten, doch weiter zu schreiben, eine Freundin und Buchhändlerin aus dem Dorf übernahm das Lektorat.

Pro Tag saß Göbel drei Stunden an der Arbeit. Denn neben dem Schreiben widmete sich die Autorin auch ausgiebig der Recherche.

So gibt es den Ort des Geschehens im Süden Englands wirklich - nur mit anderen Namen.

Für die Recherche ist Göbel regelrecht eingetaucht in die andere Welt, ohne jemals dort gewesen zu sein. Sie informierte sich über das Schulsystem in England, studierte Stundenpläne und typisch englische Gepflogenheiten. Und dank der Internet-Kartendienste konnte sie nicht nur die Umgebung des Handlungsschauplatzes genau studieren, sondern sich auch auf Laufwege, Gebäude und Straßenname konzentrieren, um die Handlung so realitätsgetreu wie möglich wirken zu lassen.

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