Bereitschaft zur Trennung offenbar gesunken

Mülltrennung ist noch ein Problem: Viele Abfälle landen immer wieder in falschen Tonnen

Landkreis Göttingen. Noch immer wissen viele Menschen im Landkreis Göttingen nicht, wie man Müll richtig trennt und entsorgt.

Bei den Restabfällen gebe es noch immer Probleme im Landkreis, teilt die Dezernentin des Landkreises, Erste Kreisträtin Christel Wemheuer, auf HNA-Anfrage mit.

Es bedürfe der Verbesserung: „Ein Problem sind Verunreinigungen duch Fehlwürfe und Plastiktüten in den Komposttonnen. Dadurch sind einige Komposttonnen durch Restabfälle verunreinigt“, sagt Wehmheuer. Die Verarbeitung der Grünabfälle zu „Duderstädter bzw. Dransfelder Kompost“ werde so erschwert. Der Anteil dieser sogenannten Störfälle liege bei etwa fünf Prozent.

Auch der gelbe Sack werde täglich mit Abfällen befüllt, die nicht hinein gehören. „Fehlbefüllungen der gelben Säcke sind ein laufendes Tagesthema“, sagt Maria Schaper, Geschäftsführerin der Firma Schneemann in Duderstadt. Die Firma erfasst den gelben Sack im gesamten Landkreis Göttingen. Eine Quote könne allerdings nicht beziffert werden. Die Mitarbeiter der Erfassung stellen bei der Sammlung durch Sichtkontrolle oder durch das Gewicht der Säcke sehr schnell fest, ob sie fehlbefüllt sind. Diese werden dann mit einem Aufkleber versehen und nicht mitgenommen. Daher könne man keine genaue Quote nennen, erklärt Schaper.

Markus Rybarczyk, Geschäftsführer des Abfallzwecksverbands Südniedersachsen, stellt ebenfalls fest, dass viele Menschen Abfälle nicht konsequent trennen: „Die Bereitschaft ist gesunken.“ Vor allem Textilien und Batterien landen laut Rybarczyk immer wieder im Restmüll.

Rubriklistenbild: © picture alliance / Frank Rumpenh

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