Arbeiter verlegten Wellplatten

Nach Sturz vom Dach noch Lebensgefahr - Auffangnetze waren nicht angebracht

Unfall bei Dacharbeiten: Ein 49 Jahre alter Mann stürzte durch eine Lichtplatte acht Meter in die Tiefe und verletzte sich lebensgefährlich. Foto:  Schröter

Jühnde. Der 49-Jährige, der Dienstagmittag in Jühnde vom Dach eines Kuhstalls acht Meter in die Tiefe gestürzt war, schwebt noch immer in Lebensgefahr. Der Verunglückte und seine beiden 24 und 39 Jahre alten Kollegen, alle stammen aus Sachsen, sollten an einem Anbau das Dach mit Wellplatten eindecken.

„Hierbei hat der 49-Jährige aus bislang ungeklärten Gründen vermutlich versehentlich auf eine in das Dach eingefügte Lichtplatte getreten, worauf diese zerbrach“, so Hauptkommissarin Jasmin Kaatz. Der 49-Jährige stürzte daraufhin ungefähr acht Meter in die Tiefe und zog sich lebensgefährliche Verletzungen zu. Er wurde ins Uni-Klinikum Göttingen gebracht.

In die Ermittlungen wurde das Gewerbeaufssichtsamt Göttingen eingeschaltet. „Ersten Erkenntnissen zufolge wurden - obwohl vorgeschrieben und auch vor Ort vorhanden - während der Arbeiten keine Auffangnetze unter dem Hallendach angebracht, die ein Durchstürzen nach unten verhindert hätten, sodass nach derzeitigen Ermittlungen der Verdacht eines Verstoßes gegen Arbeits-/Sicherheitsvorschriften besteht“, teilt die Polizeisprecherin weiter mit.

Die Polizei habe deshalb ein Ermittlungsverfahren wegen Verdachts der „fahrlässigen Körperverletzung durch Unterlassen gegen die zwei Arbeitskollegen des 49-Jährigen eingeleitet“. (awe)

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