Mit 81 Jahren

Nachruf: Dransfelder Heinrich Rehbein ist gestorben

Portrait des verstorbenen Heinrich Rehbein.
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Heinrich Rehbein ist am 31. August 2020 gestorben.

Der ehemalige Bürgermeister der Samtgemeinde Dransfeld und ehemalige Landrat des Landkreises Göttingen, Heinrich Rehbein, ist am Montag, 31. August, nach langer Krankheit gestorben. Das teilt nun seine Familie mit. Der Dransfelder wurde 81 Jahre alt.

„Heinrich Rehbein hat den Landkreis geprägt, im Amt und als Mensch“, schreibt Landrat Bernhard Reuter. „Er war der erste hauptamtliche Landrat des damaligen Landkreises Göttingen. Er ist in seinem Wirken immer auf die Menschen zugegangen, mit offenen Ohren und großem Herzen – dafür wurde ihm Respekt, Achtung und vielfach Freundschaft entgegengebracht. Das hat mich auch persönlich als Kollege im damaligen Nachbarlandkreis beeindruckt und das bleibt von ihm in Erinnerung. Politik und Verwaltung des Landkreises trauern um eine herausragende Persönlichkeit. Mein Mitgefühl gilt der Familie eines lieben Menschen.“

„Die Nachricht vom Tod Heinrich Rehbeins hat uns sehr traurig gemacht“, schreibt Samtgemeindebürgermeister Mathias Eilers. „Seit Gründung der Samtgemeinde hat er 25 Jahre als Ratsmitglied, 15 Jahre als Bürgermeister die Entwicklung der Samtgemeinde maßgeblich begleitet. Die Verständigung untereinander war sein Anliegen und gipfelte in der frühen Partnerschaft mit der Gemeinde Rácalmás, deren Grundstein von Heinrich Rehbein mitgelegt wurde.“ Marco Gerls von der Samtgemeinde nennt einige kommunalpolitische Entscheidungen, an denen Heinrich Rehbein zu seiner Zeit mitwirkte. Beispielsweise die Bildung der Samtgemeinde im Jahr 1973, der Neubau der Grundschule 1974 und die Umgestaltung der Schulstruktur, Übernahme und Umbau des Freibades von der Stadt, Erschließung von Baugebieten, Ausweisung von Gewerbeflächen und Ansiedlung von Betrieben sowie die Verbesserung von Wasserversorgung und Brandschutz.

Heinrich Rehbein wurde am 24. August 1939 geboren und wuchs in Esebeck auf, berichtet sein Sohn Carsten Rehbein. 1954 begann Heinrich Rehbein eine Lehre bei der Post und trat 1955 in die SPD ein. Sechs Jahre diente er bei der Marine. 1961 heiratete er seine Frau Gisela. Die Ehe war mit vier Kindern und vier Enkelkindern gesegnet.

Ab Mitte der 60er Jahre arbeitete Heinrich Rehbein bei der Gothaer Versicherung und studierte auf dem zweiten Bildungsweg Diplom-Betriebswirtschaft. 1969 folgte der Umzug von Göttingen nach Dransfeld. Dort trat er 1973 in den Rat ein. Ab etwa 1977 arbeitete er als Geschäftsführer für den Arbeiter-Samariterbund in Hann. Münden und wurde 1986 Geschäftsführer beim Gemeinnützigen Bauverein Hann. Münden. 1998 wurde er zum hauptamtlichen Landrat des Landkreises Göttingen gewählt, zuvor war er ehrenamtlicher Landrat gewesen.

Außerdem war Heinrich Rehbein Mitglied in vielen Gewerkschaften, Aufsichtsräten, Organisationen und Vereinen. 1994 wurde er Ehrenbürger der ungarischen Gemeinde Rácalmás und erhielt 2005 das Ritterkreuz des Verdienstordens der Republik Ungarn für die Vertiefung der deutsch-ungarischen Beziehungen.

2002 schied er aus gesundheitlichen Gründen aus dem Berufsleben aus. Nach seiner Pensionierung habe Heinrich Rehbein seine Leidenschaft fürs Reisen neu entdeckt, berichtet Carsten Rehbein. Heinrich Rehbein habe viele Länder bereist, besonders gerne sei er an der deutschen Nordseeküste gewesen. Er war Mitglied der Shanty-Chor-Marinekameradschaft Göttingen und leidenschaftlicher HSV-Fan.  

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