Die „Heilige Elisabeth-Rose“ am Welfenschloss in Hann. Münden steht in voller Blüte

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Süß-fruchtig-zitronig: Renate Tackmann (links) mag den intensiven Duft der Rose, die von Christine Kratz das ganze Jahr über gepflegt wird.

Hann. Münden. Man muss schon einen kleinen Umweg machen, um die „Elisabeth-Rose“ an ihrem Standort am Eingang zum Treppenturm im Hof des Mündener Welfenschlosses bewundern zu können und ihren wundervollen Duft einzufangen.

Zurzeit steht diese besondere Rose in voller Blüte und ist ein echter Blickfang. Im Zuge der Veranstaltungen zum 500. Geburtstag der Herzogin Elisabeth wurde sie vor zwei Jahren von den Konfirmanden der St. Blasius-Kirchengemeinde dorthin gepflanzt.

Die Idee stammt von Renate Tackmann, die zu verschiedenen Anlässen in die Rolle der Herzogin Elisabeth schlüpft. Die Mündener Rosenexpertin Christine Kratz wählte die Rose, gezüchtet in Ungarn und im Jahr 2000 mit der Goldmedaille prämiert, aus.

„Die Heilige Elisabeth-Rose ist eine sehr robuste Sorte.“

In den 1980er-Jahren wurde sie von dem erfolgreichen Rosenzüchter Gergely Mark der Heiligen Elisabeth, einer ungarischen Königstochter und späterer Landgräfin von Thüringen, gewidmet.

Ihr eigentlicher Name lautet „Dem Andenken der Heiligen Elisabeth aus dem Haus Arpad gewidmet“, kurz „Heilige Elisabeth- Rose“. Für ihre Verbreitung sorgte Eva Kigyossy-Schmidt, eine in Berlin lebende Ungarin. Der Vertrieb der Rose erfolgt in Deutschland ausschließlich über eine Rosenschule in Bad Langensalza.

Extreme Temperaturen

„Die Heilige Elisabeth-Rose ist eine sehr robuste Sorte“, erklärt Christine Kratz. „Nachdem sie von den Konfirmanden in wurzelnacktem Zustand gepflanzt worden war, zeigte sie bereits zehn Wochen später die ersten Blüten“.

Sie verträgt extreme Temperaturen in beiden Richtungen und erfreut vom Frühsommer bis zum Frost mit ihren kräftig rosa Blüten. „Am Eingang zum Treppenturm, den die Herzogin Elisabeth zu ihren Lebzeiten mit Sicherheit durchschritten hat, scheint sie sich nicht zuletzt wegen der liebevollen Pflege von Christine Kratz sehr wohl zu fühlen“, ergänzt Renate Tackmann.

Auch im Vatikan

Weitere Heilige Elisabeth- Rosen wurden auf der Wartburg, im Rosengarten des Vatikans, in allen ungarischen botanischen Gärten und Arboreten sowie in öffentlichen Gartenanlagen in Europa, den USA, Kanada und Japan gepflanzt. (zpy)

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