Intensivere Kooperationen mit Geld vom Land geplant

Naturpark Münden setzt auf Partner

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Bärlauch: Kräuterwanderungen gehören zum Programm des Naturparks Münden. 

Altkreis Münden -  Die Sanierung der insgesamt 30 Brücken im Naturpark Münden, der Ausbau und die Pflege der Wanderwege, Bildungsangebote mit und für Schulen: Das sind einige der Projektidee im vorläufigen Naturparkplan, mit dem sich der Mündener Naturpark fit für die Zukunft machen will.

Intensiver verfolgt werden soll daher künftig die Kooperation mit Schulen, auch das bislang weitestgehend vernachlässigte Thema Barrierefreiheit soll Einzug in den Plan erhalten.

Rechtzeitig zum 60. Geburtstag des Naturparks soll der Zehn-Jahre-Plan in diesem Frühjahr fertiggestellt werden. Er soll laut Geschäftsführerin Sibylle Susat auch für eine geordnete Struktur bei der Arbeit im Naturpark sorgen. Denn klar ist: Der Naturpark allein könne die Fülle an Aufgaben nicht bewältigen, erklärt Thomas Wilken, Inhaber des Büros Kontor 21, das den Naturparkplan erstellt: „Ein Naturpark ist nur so gut wie die Zusammenarbeit mit seinen Partnern aus Naturschutz, Landschaftspflege, Forst, Landwirtschaft, Tourismus, Bildung und Regionalentwicklung.“

Um sich vollends auf seine Kernaufgaben zu konzentrieren, reiche allerdings die derzeitige und im Bundesvergleich am unteren Ende liegende Ausstattung mit Personal und Finanzen des Naturparks nicht aus, erklärt Susat. Vier Personen arbeiten im Naturpark, nur ein Mitarbeiter in Vollzeit, die übrigen in 20 beziehungsweise 30 Wochenstunden.

Die Naturparke sollten aufgrund ihrer großen Bedeutung für die nachhaltige Entwicklung ländlicher Räume  – wie in anderen Bundesländern üblich – vom Land Niedersachsen regelmäßig finanziell unterstützt werden, so Susat. Der Naturpark Münden komme, mit einer jährlichen Zuwendung von 60 000 Euro vom Landkreis, mithilfe von Mitgliedsbeiträgen und durch Auftragsarbeiten, gerade so über die Runden. Das Land habe für dieses Jahr 100 000 Euro zugesagt. „Für unsere Arbeit brauchen wir aber Planungssicherheit. Ein regelmäßiger Haushaltstitel ist unverzichtbar“, sagt Susat.

Der Naturpark Münden wurde 1959 gegründet. Er erstreckt sich über eine Fläche von 45 000 Hektar. Ihm gehören die Stadt Hann. Münden, die Samtgemeinde Dransfeld, die Gemeinde Staufenberg und der Flecken Adelebsen an. Für die Erstellung des Naturparkplans wurde das Hamburger Büro Kontor 21 beauftragt. Das Projekt kostet etwa 60 000 Euro und wird zu etwa 65 Prozent von der EU aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung sowie zu rund 35 Prozent vom Landkreis Göttingen finanziert.

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