Netzwerk Gesundheit: Vermittler zwischen Patient und Arzt

Hann. Münden. Ein unabhängiger „Ombudsmann", der als Vermittler zwischen Arzt und Patient im Krankenhaus auftritt - das war ein Gedanke, der bei der Veranstaltung „Zukunft der Gesundheitsversorgung in Hann. Münden und Umgebung" am Montagabend diskutiert wurde.

Bürgermeister Harald Wegener, Moderator Hans Münchberg und die Sprecher der Arbeitsgruppen des Netzwerkes Gesundheit stellten zirka 30 Besuchern erste Ergebnisse vor.

DER BÜRGERMEISTER

„Es ist wichtig, dass es sich heute nur um eine Zwischenbilanz handelt. Ich hoffe, dass ein langfristiger Entwicklungsprozess angestoßen wird und wir sogar ein Vorbild für andere Städte sein können“, sagte Harald Wegener eingangs.

Entscheidend sei, dass die guten Ideen an Ärzte, medizinisches Personal und einen möglichen neuen Träger des Krankenhauses in Münden herangetragen werden. „Eine Klinik hier zu haben, ist bedeutend. Wir wollen die Leitung unterstützen und würden sie herzlich willkommen heißen“, so Wegener.

AMBULANTE VERSORGUNG

Mit Blick auf Zahlen der Kassenärztlichen Vereinigung sei Hann. Münden hinsichtlich niedergelassener Ärzte gut aufgestellt. „Allerdings wird dabei nicht berücksichtigt, dass auch viele Menschen aus Hessen unser Angebot in Anspruch nehmen“, sagte Arbeitsgruppen-Sprecherin Renate Bitz. Dem Problem der Praxis-Nachfolge für die vielen älteren Ärzte müsse man mit einem an die Arbeitszeiten von Medizinern angepassten Kita-Angebot begegnen, um junge Doktoren herzulocken. Auch Gemeinschaftspraxen seien eine Option. Wie in allen anderen Bereichen soll eine höhere Transparenz des Leistungsangebots geschaffen werden, vor allem im Internet.

STATIONÄRE VERSORGUNG

„Priorität hat die Erhaltung eines Krankenhauses in der Stadt“, sagte Sprecher Dr. Franz Bitz. Seine Arbeitsgruppe entwickelte die Idee des „Ombudsmanns“, der im Krankenhaus zwischen Patienten und Ärzten vermittelt, gegebenenfalls auch unter Einbeziehung der Hausärzte. Aus- und Weiterbildungsangebote seien ebenso wichtig wie Koordination, Diskretion und Willkommensstruktur. Zudem müsse das Entlassungsmanagement verbessert werden. „Vorläufige Briefe an die Hausärzte, in denen Medikation sowie Besuche von Ärzten oder Physiotherapeuten festgehalten sind“, sagte Bitz.

PFLEGE/SELBSTHILFE/PALLIATIV

Eine zentrale Anlaufstelle zur Information über Pflegeangebote sowie die Zusammenarbeit in der Ausbildung zwischen den Berufsbildenden Schulen und dem Mündener Bildungszentrum für Gesundheitsberufe stellte Bettina Weitemeyer als notwendige Schritte vor. Der Bericht der Gruppe Prävention entfiel, da eine Fragebogen-Aktion kaum Rücklauf hatte. (flk)

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