Aufruf zur Gründung eines Turmbaukomitees findet Widerhall – Erstes Treffen am 30. Oktober

Neue Hoffnung für Tillyschanze

Hann. Münden. Der Aufruf zur Gründung eines Turmbaukomitees für die Tillyschanze findet Widerhall in der Mündener Bevölkerung. Nach Mitteilung der Initiatoren – die Wirtsleute Reinhold Heck und Marlies Scheffel – haben Unternehmer aus Handel, Handwerk und Industrie sowie Familien, Paare und Einzelpersonen Interesse an der Teilnahme bekundet.

Schon der Neubau des Ausflugsziels 1881 - 1885 war einem Turmbaukomitee von Mündener Bürgern zu verdanken.

Hintergrund ist der schlechte bauliche Zustand der Schanze, die zu den Mündener Wahrzeichen gehört. Sie muss an vielen Stellen repariert werden, doch hat die Stadt Hann. Münden im Moment nicht genug Geld dafür. Da der Bau der Tillyschanze 1881 - 1885 ebenfalls durch das Engagement eines Turmbaukomitees und dessen Spendenaktionen möglich gewesen war, entschloss sich Reinhold Heck, diese Idee neu aufzugreifen.

Das erste Treffen aller Interessenten findet am Samstag, 30. Oktober, ab 15 Uhr in der Waldgaststätte Tillyschanze statt. Jedermann ist dazu herzlich eingeladen. Ein Startkapital gibt es schon: Ein Bürger aus Volkmarshausen kam vor einigen Tagen als Gast zur Tillyschanze und überreichte dem Wirt 500 Euro mit der Bitte, das Geld für die Turmsanierung zu verwenden. Drei weitere Spender haben fest zugesagt, ebenfalls jeweils 500 Euro zu geben. Und an der Turm-Spardose, die in der Gaststätte steht, geht selten ein Gast vorbei, ohne einen Obolus einzuwerfen. „Ich weiß gar nicht was ich sagen soll,“, freut sich Heck. „Dass bei den Mündenern doch ein so großes Interesse besteht, ihren Aussichtsturm zu erhalten, ist schon was ganz Wunderbares.“

Die Wirtsleute hoffen nun, dass zumindest der jetzt abgesperrte Bereich – die stadtseitige Fläche um die Bastion – bald soweit hergestellt werden kann, dass er wieder begehbar ist.

Ein Bürger übergab bereits 500 Euro als Startkapital, und fast jeder Gast wirft einen Obolus in die Turm-Spardose.

Seit dem vergangenem Jahr ist die Anlage nur noch eingeschränkt zugänglich. Obwohl die Baumängel laut Gutachter keine akute Gefahr für Besucher darstellen, leidet die Attraktivität des beliebten Ausflugziels erheblich unter den Metallgittern und Absperrbändern. (zpy)

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