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Neue Vereinbarung für Löschwasser: Drei Dörfer in Dransfeld profitieren von neuem Konzept

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Von: Kim Henneking

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Die Feuerwehr greift mit Hydranten auf das Trinkwassernetz zu (Symbolbild).
Die Feuerwehr greift mit Hydranten auf das Trinkwassernetz zu (Symbolbild). © Arne Dedert/dpa

Der Wasserverband Peine und die Samtgemeinde Dransfeld streben eine neue Vereinbarung für die Löschwasserversorgung in der Kommune an.

Samtgemeinde Dransfeld – Die Rahmenbedingungen dafür hat Olaf Schröder, Geschäftsführer des Verbands, bei der Sitzung des Feuerschutzausschusses am Dienstagabend vorgestellt.

„Brandschutz ist Aufgabe der Kommunen, wir sind für die Trinkwasserversorgung zuständig. An dieser Rechtsgrundlage ändern wir nichts“, betonte Schröder. Das neue Konzept solle eine vertragliche Grundlage für die planbare Löschwasserbereitstellung bieten.

Ortsfeuerwehren sollen jährlichen Verbrauch melden

So sollen Ortsfeuerwehren ihren jährlichen Wasserverbrauch für eine Abrechnung melden. Darüber hinaus fordert der Verband eine Pauschale für die Löschwasserversorgung, die auf Basis des Vorjahreswasserverbrauchs im Verhältnis zu den Haushalten, für die die Leistung angeboten werden kann, berechnet wird.

Aufgrund der Leistungsfähigkeit des Netzes gilt das derzeit nur für die Dörfer Dankelshausen, Jühnde und Scheden. Die Pauschale entspreche derzeit etwa 9000 Euro im Jahr.

Der Wasserverband bietet dafür die Pflege und Aufbau des Hydrantennetzes, die Bereitstellung und Unterhaltung von Rohrnetzkapazitäten, die Bereitstellung von Löschwasser, das Vorhalten von Löschwasserreserven, das Erstellen von Hydrantenplänen und gegebenenfalls die Verstärkung und Erweiterung des Netzes an.

Mängel sollen behoben werden

Ausschussmitglied Arne Bytom und Stefan Göbert, beratendes Mitglied, wiesen diesbezüglich auf die jährliche Kontrolle der Hydranten hin. Erfahrungsgemäß seien gemeldete Mängel in den vergangenen Jahren nicht ausgebessert worden. Laut Schröder sollen Arbeiten dieser Art durch die neue Pauschale finanziert werden.

„Wir haben kein Interesse daran, die Zusammenarbeit mit den Feuerwehren zu verändern“, betonte Schröder. Feuerwehren, in deren Orten die benötigte Leistung nicht gegeben ist, sollen ihre Hydranten wie gewohnt nutzen können.

Generell bittet der Verband darum, wenn möglich, Übungen und Einsätze im Voraus anzumelden. Denn die Nutzung eines Hydranten führt aufgrund der schnellen Entnahme von viel Wasser zu einem Druckverlust im Netz.

Rat soll bis Ende März zustimmen

Wenn der Verband nicht über die Aktivitäten der Feuerwehr informiert ist, gehe er von einem Schaden an einer Leitung aus und schicke ein Team los, um diesen zu beheben.

Der Samtgemeinderat soll dieser neuen Vereinbarung noch bis Ende März zustimmen. Die erste Abrechnung soll dann für das Jahr 2022 gestellt werden.

Damit soll auch sichergestellt werden, dass die Trinkwasserkunden des Verbands nicht die Kosten für die Löschwasserentnahme zahlen. (Kim Henneking)

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