Neue Wohnungen für Schwalben

Hilfe für Vögel: Sabine Schumacher, Isabel (7), Luca (8), Lena (14), Leo (8), Stine (9), Laura (9) und hinten Christiane Schröter-Kunze mit den gebauten Schwalbennestern.
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Hilfe für Vögel: Sabine Schumacher, Isabel (7), Luca (8), Lena (14), Leo (8), Stine (9), Laura (9) und hinten Christiane Schröter-Kunze mit den gebauten Schwalbennestern.

Hann. Münden. Keine Angst vor schmutzigen Händen hatten die Kinder, die am Samstag zusammen Schwalbennester im Geschwister-Scholl-Haus bauten. Die Naju-Gruppe (Naturschutzjugend) hatte zum Bastelnachmittag eingeladen.

Aus Ossenfelder Lehm, Gips und Kleintierstreu entstanden über 20 neue Wohnungen für Schwalben. Alle Kinder, die die Möglichkeit haben, zuhause ein Schwalbennest am Haus anzubringen, durften eins mit nach Hause nehmen, die restlichen Nester werden vom Nabu (Naturschutzbund Deutschland) verteilt. „Feld- und Wirtschaftswege werden immer öfter asphaltiert“, sagt Sabine Schumacher. Genau dort würden Schwalben aber häufig den Lehm für ihre Nester finden.

Arbeits mit Lehmmasse

„Für die Vögel bedeutet es, dass sie immer weiter fliegen müssen und der Bau der Nester dauert darum immer länger“, so die Naturschützerin weiter. Sie erzählt, dass sie zurzeit eine Schwalbe beobachtet, die gerade dabei ist, ein Nest zu bauen und dafür schon mehr als eine Woche braucht. Um den Tieren zu helfen, baut der Nabu darum Schwalbennester, die gerne von den Vögeln angenommen werden. Die Lehmmasse wird an einem Holzbrett um einen halbleeren Margarinebecher herum geformt. Wenn sie getrocknet ist, wird der Becher entfernt, sodass innerhalb eine kleine Höhle entsteht. Dann wird das entstandene Nest mit Nägeln fixiert und später am Haus angebracht. Kurz darunter wird ein zweites Brett angebracht, der so genannte Donnerbalken, damit die Hauswand sauber bleibt.

Mündener Gruppe seit Mai

Wenn doch mal etwas Lehm vom Nest abbröckelt, sind die Schwalben selbst in der Lage es zu reparieren. Seit Mai gibt es die Jugendgruppe des Nabu in Hann. Münden. In Dransfeld wurde sie von Sabine Schumacher bereits vor anderthalb Jahren gegründet und hat schnell viel Zulauf gefunden. In Hann. Münden befindet sie sich noch in der Startphase. Sechs Kinder kamen zum Termin am Samstag und bauten Schwalbennester. Zuständig sind die Jugendgruppenleiterinnen und Sabine Schumacher. Es ist eine offene Gruppe, Kinder können regelmäßig zu den Treffen kommen, die zweimal im Monat stattfinden, einmal dienstags und einmal samstags, oder nur zu einzelnen Veranstaltungen.

Dienstags findet immer ein Bastel- und Spieltermin statt, der mit einem kindgerechten Vortrag verbunden wird, samstags geht die Gruppe raus in die Natur, besucht Teiche, beobachtet Tiere und findet Spuren im Wald. Eine Übersicht der kommenden Termine ist auf der Internetseite der Naju zu finden, auf www.nabumuenden.wordpress.com. (zwh)

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