Neuer Anlauf für Fremdenverkehrs-Beitrag in Hann.Münden

Hann. Münden. Der Fremdenverkehrsbeitrag in Hann.Münden nimmt den zweiten Anlauf.

Der städtische Ausschuss für Umwelt und Tourismus hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, dass ab 2017 der Beitrag eingeführt wird. Dieser Punkt ist Teil der Haushaltssicherung. und soll allein bis zum Jahr 2018 der Stadt 300 000 Euro einbringen. Das Ja im Ausschuss bedeutet noch nicht die Einführung, am Ende muss der Rat der Stadt entscheiden. Der Ausschussvorsitzende Dr. Manfred Albrecht (SPD) sagte aber klar: „Wir kommen um die Fremdenverkehrsabgabe nicht herum.“

Der Fremdenverkehrsbeitrag sollte bereits eingeführt sein, das hatte der Rat der Stadt Ende 2011 beschlossen. im Jahr 2012 wurde die Entscheidung in diesem Gremium aber wieder gekippt. Es gab viele Widerstände von Unternehmen, unter anderem Kritik an der Datenerhebung.

Besser kommunizieren

Kämmerer Wolfgang Hodan verwies in der jüngsten Sitzung darauf, dass die Thematik besser kommuniziert werden müsse. Die Frage sei jetzt nur noch, wird der Beitrag eingeführt oder nicht. Inhaltlich sei der Beitrag auf den Weg gebracht, da werde sich nichts mehr ändern. Für vorbereitende Arbeiten der Verwaltung sind für die Stadt bislang rund 85 000 Euro aufgelaufen.

Das Geld, das durch die Abgabe eingenommen werden könnte, soll auch wieder dem Bereich Tourismus zugute kommen. Eine Tatsache, die die Geschäftsführerin des Touristikvereins, Antje Jahn, begrüßen würde. Diskutierte Kürzungen für ihren Verein bedrohten die Existenz, sagte Jahn nachdrücklich: „Unsere Schmerzgrenze ist deutlich erreicht.“

Signal an Kreis

Die Zahl der Mitarbeiter liege deutlich unter der empfohlenen Zahl. Ab dem Jahr 2017, so der Tourismusausschuss, soll die Stadt jährlich 20 000 Euro, Zahlungen an den Touristikverein, einsparen. Die Stadt gibt bislang im Jahr 160 000 Euro für den Verein aus. Kämmerer Hodan sieht das auch als Signal an den Landkreis Göttingen als Kommunalaufsicht, „dass wir uns bewegen“. Die Stadt Hann.Münden ist schließlich seit Jahren hoch verschuldet.

Durch eine Zusammenlegung des Stadtmarketings und des Touristikvereins soll neuer Spielraum für den Bereich Tourismus entstehen, der auch eine Kürzung des städtischen Zuschusses kompensieren soll. (awe)

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