Neuer Durchlass am Peters-Teich ist fast fertig

Fast fertig: Der Wasserdurchlauf beim Peters-Teich im Wald bei Escherode wird erneuert. Helmut Schauf von der Försterei Escherode schaut sich den Fortschritt an. Foto: Nieswandt

Escherode. Der ehemalige Peters-Teich im Wald bei Escherode ist fast wasserlos. Der Weg, unter dem sich das Wasser hindurchgeschlängelt hat, ist aufgerissen.

Drei große Betonquadrate stehen dort, wo vorher ein Tunnel mit Natursteinen das Wasser des Endschlagbaches unter der Straße hindurchgeleitet hat. „Es war höchste Zeit, das Brückenbauwerk zu erneuern“, sagt Helmut Schauf, Leiter der Revierförsterei Escherode. Der Durchlass sei einsturzgefährdet gewesen. Im Laufe der vergangenen Tage sei das Wasser des Teiches vollständig abgelassen worden.

Ein Bagger habe dann den Weg aufgerissen und den „Mönch“ entfernt. Dabei handelt es sich um ein regulierbares Ablaufwerk des Teiches, durch den Wasser gestaut oder kontrolliert abgelassen werden kann. Bereits am Freitag sei ein Lkw mit Flüssigbeton angerückt. „Damit der neue Durchlass besser steht, muss eine Sohle darunter“, sagt Schauf. Sie dient dazu, dass die drei Betonfertigteile, die zusammengesetzt den Durchlass bilden, sich nicht absenken können. Gestern kam dann der Kran, der die neuen Teile auf die Sohle gestellt hat.

Auf starken Regen vorbereitet

„Der neue Betonkastendurchlass hat eine Breite von 1,50 Meter und eine Höhe von 1,25 Metern“, sagt Carsten Mönkemeyer, Wegebau-Leiter der Landesforsten, der die Arbeiten überwacht. Der Durchlass sei so groß, dass auch Tiere ohne Verletzungen durch ihn hindurch schwimmen können. Außerdem wisse man nie genau, wie viel Wasser bei starkem Regen und Schneeschmelze hindurchfließe. „Der Peters-Teich wird verkleinert. Wir belassen 40 Quadratmeter als stehendes Gewässer,“ sagt Schauf. Damit sollen die Tiere geschont werden, die sich am Rand des Teiches angesiedelt haben. Der Rest des ehemaligen Teiches soll naturbelassen bleiben. Der Endschlagbach, der in den Teich geflossen ist, soll sich seinen natürlichen Bachlauf suchen. In der Mitte des Teiches habe sich schon eine Insel mit Erlen gebildet. Helmut Schauf hofft, dass sich ein Erlendickicht bildet.

Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg. „Mit dem Hineinsetzen der Betonteile ist es nicht getan. Sie müssen miteinander verbunden werden, damit sie dicht sind“, sagt Mönkemeyer. Danach müsse der Weg wieder mit Erde aufgefüllt werden. „Das Wasser muss wieder durch den Durchgang geleitet werden. Für die Arbeiten haben wir den Bachlauf per Bagger kurzfristig umgeleitet“, sagt der 42-Jährige.

Neben den Erdarbeiten sollen die Natursteine, die vorher als Durchlass dienten, wiederverwendet werden. „Wir wollen die Natursteine als Abgrenzung neben den Weg setzen“, sagt Mönkemeyer. „Damit kein Wanderer die Böschung hinabstürzt, kommt auch wieder ein Holzgeländer über die Steine“, ergänzt Schauf.

Die Arbeiten sollen bis Mittwoch abgeschlossen sein.

Von Leona Nieswandt

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