Mittelalterdorf feierte mit Laternen, Liedern und traditionellem Handwerk

Neuer Ofen am Martinstag

Mittelalterliche Klänge: Gemeinsam wurden zum Abschluss des Festes Lieder über den Heiligen St. Martin gesungen. Fotos: Huck

Hann.Münden. Rübengesichter leuchteten bei Einbruch der Dunkelheit beim Martinsfest im Mittelalterdorf Steinrode. Kinder und Erwachsene hatten Rüben ausgehöhlt, lustige Gesichter hinein geschnitzt und sie mit Teelichtern im Inneren zum Leuchten gebracht. Zudem feierte der neue Lehmbackofen Premiere.

Auf Holzpfähle gesetzt säumten die großen Rüben den Weg zum Lagerfeuer. Dort wurde Stockbrot gebacken, das sich die Besucher zu Kürbis-Möhrensuppe und Käsefondue schmecken lassen konnten. Außerdem gab es Brot, Obst- und Flammkuchen aus dem neuen Lehmbackofen, der am Nachmittag eingeweiht wurde. Gebaut wurde er von Wolfgang Klaar aus Hedemünden, der viel Zeit in das Projekt investiert hat. Vom Lionsclub Hann. Münden bekam der Verein Libellula, Veranstalter und Betreiber des Mittelalterdorfs, für den Bau des Ofens 1000 Euro gespendet, die Firma Conrad Liphard und Söhne aus Großalmerode hat die Schamottsteine für den neuen Ofen gestiftet.

Lichter selbst gemacht

Rübenlaterne: Die konnten Besucher selbst schnitzen.

Außerdem konnten die Besucher neben den Rübengesichtern auch Windlichter aus Ton herstellen. Der dazu verwendete Ton stammte zum Teil aus der Tongrube am nahegelegenen Steinbergsee.

Das Handwerk der Seilerei war zu sehen und konnte ausprobiert werden. Außerdem bekamen die Besucher Gelegenheit Armbänder zu knüpfen, Medaillons zu schnitzen und Bogenschießen zu üben. Für das passende Ambiente sorgten neben den mittelalterlich gewandeten Mitgliedern des Vereins die Mittelalterband „Saltatio Draconum“ aus Witzenhausen sowie Mitglieder der Eichsfelder Ritterschaft.

Schon am Eingang gab es handgemachte Souvenirs, im Vogthaus wurde die Martinsgeschichte erzählt und zum Abschluss des Festes sangen Besucher, Gäste und Mitglieder des Vereins zusammen Martinslieder. „Wir haben uns sehr gefreut, dass trotz Regen und Kälte so viele heute den Weg in unser Mittelalterdorf gefunden haben“, betonte Ulrike Zander-Platner, Waldpädagogin im Verein und Mitorganisatorin des Martinsfestes.

Mehr als 300 Besucher waren am Sonntag nach Steinrode gekommen. Mit dem Martinsfest ist die diesjährige Saison in Steinrode zuende gegangen. Bis zum kommenden Frühjahr wird es keine öffentlichen Veranstaltungen geben. Für private Veranstaltungen könne das Dorf aber auch im Winter gemietet werden, betonte Ulrike Zander-Platner. Kontakt: 05545/969494 (zwh)

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