Optimistisch in die Zukunft: Vertreterversammlung der VR-Bank Südniedersachsen

Reinhard von Werder

Dransfeld. Die VR-Bank in Südniedersachsen wird ihren 12 467 Mitgliedern erneut eine Dividende von sieben Prozent zahlen. Das beschloss die Vertreterversammlung bei einer Gegenstimme in der Stadthalle Dransfeld.

Vorstandsmitglied Jens Ripke nannte die Ausschüttung für das Jahr 2014 „ordentlich“. Sie liege über dem Durchschnitt der deutschen Volks- und Raiffeisenbanken.

Rücklagen

Gezahlt wird die Dividende in einer Gesamthöhe von rund 350 000 Euro aus dem Bilanzgewinn von 1,979 Millionen Euro (Vorjahr 1,964). 625 000 Euro fließen in die gesetzlichen Rücklagen, eine Million Euro in andere Rücklagen. Die Bilanzsumme verringerte sich um 0,8 Prozent auf 536,8 Millionen Euro (541,1). Das Eigenkapital wurde von 73,3 Millionen Euro in 2013 auf 79,7 in 2014 erhöht.

Die Kundenforderungen stiegen auf 292,7 Millionen Euro (289,4). Wachstumstreiber war hierbei insbesondere das Firmenkundengeschäft. Die Kundeneinlagen reduzierten sich auf 347,4 Millionen Euro (353,3). Ursachen dafür waren insbesondere die Konsumbereitschaft der Kunden sowie die Umschichtung in Geldanlagen wie Aktien, die sich nicht in der Bilanz der VR-Bank niederschlagen.

Gesucht werden diese Anlagen wegen des niedrigen Zinsniveaus. So verringerte sich der Zinsüberschuss von 14,3 Millionen Euro im Jahr 2013 auf 13,7 im vergangenen Jahr. Wegen der gefallenen Getreidepreise verringerte sich der Warenumsatz auf 155,0 Millionen Euro (164,6). Damit einher ging Absinken des Rohergebnisses im Warengeschäft auf 10,7 Millionen Euro (11,2).

Gleichwohl sieht Vorstandsvorsitzender Folkert Groenveld das Institut mit seinen 273 Beschäftigten auf diese Herausforderung gut vorbereitet.

Die Bank wolle unter anderem mit neuen Finanzprodukten, dem Warengeschäft und im Firmenkundengeschäft wachsen. „Ein Ausweg aus der Niedrigzinsfalle ist im Mix möglich.“ Auch werde überlegt, neue Produkte über das Internet anzubieten. Die Digitalisierung sei nicht umzukehren. Über weitere Kooperationen werde nachgedacht. Es gelte außerdem Kosten einzusparen. „Vielleicht werden wir uns auch von einigen lieb gewordenen Dingen verabschieden.“

Bei den turnusmäßigen Wahlen zum Aufsichtsrat wurden Christa Siebert (Landwehrhagen), Aufsichtsratsvorsitzender Reinhard von Werder (Jühnde), Ernst Hartwig Spangenberg (Hardegsen) und Ulrich Vollmer (Edemissen) wiedergewählt. Außerdem wurde der Wahlausschuss benannt, der die Kandidatenliste für die nächsten Vertreterwahlen der Genossenschaft im kommenden Jahr vorbereitet.

Der Einzugsbereich der VR-Bank in Südniedersachsen mit ihrem starken Warengeschäft zieht sich von Staufenberg, über Hann. Münden, Dransfeld, Groß Schneen bis nach Dassel. Waren- und Lagerstandorte sind unter anderem in Moringen, Kalefeld, Duderstadt, Rosdorf und Mühlhausen zu finden. (zhp)

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