Pastorin Ulrike Watschke verlässt Staufenberg

Abschied nach 21 Jahren: Pastorin Ulrike Watschke wird am Sonntag ihren letzten Gottesdienst in Uschlag halten. Foto: Huck

Uschlag. Vor genau 21 Jahren hatte Ulrike Watschke mit gerade mal 31 Jahren die Stelle als Gemeindepastorin in Uschlag, Benterode und Sichelnstein übernommen. Jetzt geht sie beruflich neue Wege.

Am kommenden Sonntag wird sie in einem Gottesdienst mit anschließender Feierstunde aus Staufenberg verabschiedet. Künftig wird sich der Arbeitsbereich der Pastorin aufteilen.

Die Hälfte ihrer Arbeitszeit verbringt sie als Seelsorgerin im Klinikum Göttingen, die andere Hälfte gehört der Hannoverschen Landeskirche, wo sie eine halbe Arbeitsstelle für Personalberatung und Personalentwicklung übernehmen wird. Bereits seit zwei Jahren hat sie dort eine Viertelstelle, hält Seminare und steht für Beratungen zur Verfügung.

Uschlag zu verlassen fällt Ulrike Watschke und ihrer Familie nicht leicht. Aber von der Veränderung erhofft sich die 52-Jährige etwas mehr Struktur in ihrem Arbeitsalltag und vor allem mehr Zeit für ihre Familie. Ulrike Watschke und ihr Ehemann Holger haben vier Kinder zwischen zwölf und 27 Jahren.

Nach Kassel wird die Familie jetzt umziehen. „Trotz der beruflichen Veränderung in Uschlag wohnen zu bleiben, war für uns keine Option, obwohl uns die Menschen hier und der Ort selbst sehr ans Herz gewachsen sind“, so die Pastorin. Ich möchte meinem Nachfolger die Möglichkeit geben, mit der Gemeinde völlig neu anzufangen“, erklärt Ulrike Watschke. Ganz wird die Familie Uschlag aber nicht den Rücken kehren: Wir kommen immer wieder gerne als Besucher zurück, unser Sohn wird hier im kommenden Jahr konfirmiert und mein Mann wird auch weiter Mitglied der Theatergruppe Johannismimen bleiben“, so die Pastorin.

Zu Beginn ihrer Arbeit musste sich die damals 30-Jährige in Staufenberg erst bewähren. Sie machte ihr Vikariat in Landwehrhagen und übernahm danach die Pastorenstelle. „Ich war die erste Frau in diesem Amt in Staufenberg“, erinnert sie sich.

An keinem Ort hat die gebürtige Walsröderin bisher so lange gewohnt, wie in Uschlag. Sie wird immer eine besondere Verbindung zu dem Ort haben, ist sie sich sicher. „Ich nehme großen Reichtum in mir mit. Die Menschen hier haben mir so viel anvertraut und gegeben, zusammen haben wir viel geleistet und ich habe fromme und gläubige Menschen kennengelernt, die mir gute Weggefährten waren. Eine aktive, glaubensstarke Gemeinde, die mir viel gegeben hat.“

Von den Kindern der Grundschule hat Watschke einen Apfelbaum geschenkt bekommen, den sie mit in ihr neues Zuhause nehmen wird. „Früchte von hier, die dort aufgehen“, so die Pastorin.

Am Sonntag, 26. Oktober, findet ab 18 Uhr ein Abschiedsgottesdienst in der Kirche in Uschlag statt, danach gibt es einen Empfang im Dorfgemeinschaftshaus. (zwh)

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