SPD will schnelle kreative Lösung, damit Reisebusse wieder den Tanzwerder erreichen

Pontonbrücke angeregt

Mündener „Begrüßung“ an den Stadteingängen: Schon bei der Einreise in die Dreiflüssestadt schwant Busfahrern, dass die Sache umständlich werden könnte. Auch der knappe Kasernenhofton des Schildes klingt nicht gerade einladend. Foto: Schmidt

Hann. Münden. Der SPD-Ortsverein Hann. Münden hat eine schnelle unbürokratische Lösung gefordert, damit Touristenbusse wieder den Tanzwerder erreichen.

Die Dreiflüssestadt sei als bevorzugtes sommerliches Reiseziel zu wichtig für den Tourismus, als dass man die Sperrung der Löwenbrücke für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen einfach so hinnehmen sollte, erklärte Ortsvereinsvorsitzender Günter Fraatz gegenüber der HNA. Jährlich mehrere Hunderttausend Tagestouristen stellten einen

„In jedem Falle ist eine Sperrung der Löwenbrücke bis Ende 2012 unverantwortbar und ein Todesstoß für Mündens Tourismus.“

Günter Fraatz SPD-Ortsverein

deutlichen Wirtschaftsfaktor dar. Und gerade für Busunternehmen sei der Tanzwerder der geeignetste Parkplatz, weil er nicht nur stadtnah liege, sondern auch kurze Wege zum Weserstein, zum Schiffsanleger und zu sanitären Anlagen biete. Unter den Reisenden befänden sich immerhin viele ältere und mobilitätseingeschränkte Menschen.

Der bedauerliche Zustand der Löwenbrücke sei deshalb nicht allein ein statisches Problem, sondern erfordere kreative Lösungen, die eine kurzfristige Wiederbefahrbarkeit der Brücke für Reisebusse ermögliche. Fraatz wörtlich: „Umgehend realisiert werden könnten eine Pontonlösung oder eine Stahlträgerkonstruktion, wie sie bei Behelfsbrücken über Autobahnen gang und gäbe sind. In jedem Falle ist eine Sperrung bis Ende 2012 unverantwortbar und ein Todesstoß für Mündens Tourismus.“

Die SPD wundere sich deshalb, dass seitens der Stadtverwaltung nur der normale Verlauf einer Sanierung mit allen Tücken und Schwierigkeiten beschrieben worden sei, jedoch keinerlei zwischenzeitliche Übergangsmöglichkeiten. Diese würden mit der finanziellen Knute ganz einfach ausgehebelt.

Finanziert werden könnte die Notmaßnahme beispielsweise durch Verschiebung von Baumaßnahmen an anderer Stelle. Zuschüsse aus Mitteln der EU, vom Land und Landkreis müssten massiv eingefordert werden.

„Der Schaden durch die Sperrung der Löwenbrücke ist jedenfalls immens“, resümierte die stellvertretende Ortsvereinsvorsitzende Gudrun Surup. Man spüre ihn bereits im Einzelhandel, der Gastronomie und der Touristenschifffahrt. Wenn Bürgermeister Burhenne nicht bald Maßnahmen ergreife, bleibe der wirtschaftliche Schaden auf Jahre festgezurrt. (asc)

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