Porsche-Fahrer zu 3500 Euro verurteilt

Hann. 43-jähriger Porschefahrer zwang nacheinem riskantem Überholmanöver einem entgegenkommenden Polizeiwagen zur Vollbremsung. Jetzt stand er vor Gericht.

Das Amtsgericht Hann. Münden hat am Freitag einen 43-jährigen Por-schefahrer aus dem Altkreis Münden wegen Gefährdung des Straßenverkehrs zu einer Geldstrafe von 3500 Euro (50 Tagessätze zu je 70 Euro) verurteilt.

Zudem verhängte das Gericht für die Erlangung eines neuen Führerscheins eine Sperrfrist von drei Monaten.

Die bisherige Fahrerlaubnis der Mannes hatte die Polizei am 8. Juli nach der Tat auf Anordnung der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt.

Der Mann hatte auf der Bundesstraße 3 zwischen Mielenhausen und Scheden in den Abendstunden des 8. Juli auf unübersichtlicher Strecke trotz Überholverbots mehrere Fahrzeuge mit überhöhter Geschwindigkeit (an dieser Stelle sind nur 70 Stundenkilometer erlaubt) überholt und dabei einen entgegenkommenden Streifenwagen, in dem zwei Polizisten saßen, zur Vollbremsung gezwungen.

Mit „quietschenden Reifen“, so der Staatsanwalt, sei der Polizeiwagen zum Stehen gekommen. Nur so habe eine Kollision mit dem Porsche vermieden werden können.

Erst kurz vor dem Polizeiwagen konnte der 43-Jährige wieder auf seine Fahrspur einbiegen. Anschließend setzte er seine Fahrt Richtung Scheden fort.

Verfolgungsjagd

Der Fahrer des Streifenwagens hatte daraufhin sofort gewendet und die Verfolgung aufgenommen. Über das Kennzeichen konnten die Beamten rasch den Halter ermitteln und trafen ihn auch später unter seiner Anschrift an. Alkohol war bei der riskanten Fahrt des Porschefahrers nicht im Spiel gewesen.

Vor Gericht räumte der Familienvater die Tat auch ein und bedauerte sie. Er habe die Situation falsch eingeschätzt, sagt er.

Richter Dr. Wilfried Kraft sprach von einer lebensgefährlichen Situation, in die der Angeklagte sich und andere Autofahrer gebracht habe. Wer zudem wie er beruflich jeden Tag mit dem Wagen unterwegs sein müsse, sollte so nicht fahren. Strafmildernd berücksichtigte der Richter, dass der Angeklagte bisher in keiner Weise aufgefallen sei. (ems)

Der 43-Jährige nahm das Urteil an.

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