Anträge auf Geld können noch gestellt werden

Programm Dorferneuerung in Niemetal läuft weiter

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Gehweg an der Niemetalstraße in Löwenhagen

Niemetal. Die Dorferneuerung im Niemetal ist verlängert worden: Noch bis Ende 2020 kann Geld aus diesem Förderprogramm in die Gemeinde fließen.

War zunächst der Einsendeschluss für Anträge auf Mitte Februar festgesetzt worden, so gibt es jetzt eine zweite Chance: Bis zum 15. September können noch Anträge gestellt werden, teilt Gemeindedirektorin Stefanie Freitag auf HNA-Anfrage mit.

So haben Privatleute und Gewerbetreibende noch einmal die Möglichkeit, die Förderung zu nutzen. Die Anträge gehen an das Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) und müssen über die Gemeinde Niemetal gestellt werden. Informationen dazu erteilt Stefanie Freitag unter 0170/ 27 36 696.

Kostenlose Beratung

Bei der Frage, was gefördert werden kann, ist die sogenannte ZILE-Richtlinie des Landes Niedersachsen maßgeblich, die Richtlinie über die Gewährung von „Zuwendung zur integrierten ländlichen Entwicklung“. Die Verbesserung der Lebensqualität, Nahversorgung, Gemeinschaftseinrichtungen, Dorfbildpflege und Erhalt des Dorfcharakters sind als Entwicklungsziele dabie angesprochen.

Über die Gemeindeverwaltung können auch kostenlose Beratungstermine vereinbart werden, um zu klären, ob das eigene Bauvorhaben in den Förderrahmen passt und was zu berücksichtigen wäre.

Das ArL prüft die Anträge und entscheidet, es gibt keinen Rechtsanspruch auf eine Förderung.

Wer in den Genuss eines Zuschusses kommen will, darf erst mit seiner Baumaßnahme beginnen, nachdem tatsächlich der Zuwendungsbescheid eingegangen ist, keinesfalls vorher – ansonsten wird kein Zuschuss ausgezahlt, darauf weist die Gemeinde hin. Besitzer von Baudenkmalen müssen alle geplanten Arbeiten außerdem mit der Unteren Denkmalschutzbehörde abstimmen.

650.870 Euro flossen bisher

Die Gemeinde Niemetal ist mit Ellershausen, Löwenhagen, Imbsen und Varlosen seit 2009 im Dorferneuerungsprogramm.

Bisher seien 650.870 Euro aus dem Programm an die Gemeinde ausgezahlt worden, so Gemeindedirektorin Freitag. Zuschuss gab es für die Planung der Dorfentwicklung, für die drei großen Projekte der Gemeinde – zwei Regenrückhaltebecken zum Hochwasserschutz sowie neue Treppe und Fenster am Dorfgemeinschaftshaus Ellershausen – und 50 private Projekte, was eine recht gute Beteiligung sei.

Für dieses Jahr steht bei der Gemeinde die Sanierung des Gehweges an der Niemetalstraße in Löwenhagen auf dem Programm

Was wird gefördert?

Als Beispiele für eine Förderung sind im Internet beim Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (www.ml.niedersachsen.de) unter anderem genannt:

  • die Umnutzung von Gebäuden land- und fortwirtschaftlicher Betriebe, höchstens 150.000 Euro Zuschuss je Projekt; in besonders begründeten Ausnahmefällen höchstens 250.000 Euro,
  • die Erhaltung und die Gestaltung von ortsbildprägenden oder landschaftstypischen Gebäuden sowie die Umgestaltung von Bausubstanz hin zu einem ortsbildprägenden oder landschaftstypischen Erscheinungsbild einschließlich der dazugehörigen Hof-, Garten- und Grünflächen,
  • die Anpassung von Gebäuden einschließlich Hofräumen und Nebengebäuden land- und forstwirtschaftlicher Betriebe an die Erfordernisse zeitgemäßen Wohnens und Arbeitens, um sie vor Einwirkungen von außen zu schützen oder in das Ortsbild oder in die Landschaft einzubinden, soweit sie nicht im Rahmen des einzelbetrieblichen Agrarinvestitionsförderungsprogramms gefördert werden,
  • die Umnutzung ortsbildprägender oder landschaftstypischer Gebäude sowie von Bausubstanz hin zu einem ortsbildprägenden oder landschaftstypischen Erscheinungsbild, vor allem zur Innenentwicklung, unter gestalterischer Anpassung an das Ortsbild,
  • die Revitalisierung (Innenausbau) ungenutzter und leerstehender, ortsbildprägender oder landschaftstypischer Bausubstanz, vor allem zur Innenentwicklung, auch im Zusammenhang mit der gestalterischen Anpassung an das Ortsbild.

Auch die ZILE-Richtlinie ist dort einsehbar.

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