Schedener hatten viele Fragen zur Neugestaltung der Ortsdurchfahrt

Quantzstraße soll saniert werden

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Warf Fragen auf: In der mehr als einen Kilometer langen Quantzstraße sollen alle Gehwege und diverse Seitenbereiche saniert werden.  

Scheden – Großer Besucherandrang herrschte kürzlich in der Schedener Gaststätte „Zur Deutschen Eiche“, wo der Gemeinderat in einer öffentlichen Sitzung die Pläne für die anstehende Erneuerung und Umgestaltung der Gehwege und der Seitenbereiche in der Quantzstraße vorstellte.

Dabei hatten die mehr als 70 teilnehmenden Anwohner auch Gelegenheit, eine Stellungnahme abzugeben und Anregungen einzubringen.

Was soll gemacht werden?

Die Pläne, die der Göttinger Landschaftsgestalter Dr. Christoph Schwahn präsentierte, sehen vor, auf der über einen Kilometer langen Quantzstraße insgesamt 2144 Meter Gehweg (1137 Meter auf der nördlichen und 1007 Meter auf der südlichen Seite) zu erneuern und mit Pflastersteinen zu versehen. Eine größere Änderung wird es dabei an der Einmündung zum Kohlweg geben. Weil der Gehweg dort aktuell nur rund 50 Zentimeter breit ist und die Häuser auf beiden Seiten bis an die Straße herangebaut sind, muss die Quantzstraße an dieser Stelle um 60 bis 80 Zentimeter verengt werden.

Im Bereich der Quantzstraße 44 bis 46 soll zudem auf Kosten des Zentralen Verkehrsverbundes Südniedersachsen (ZVSN) die Bushaltestelle erneuert werden, wobei die aktuell vorhandene und nicht mehr benötigte Haltebucht verschwinden und an dieser Stelle ein kleines Buswarthäuschen aufgestellt wird.

Am Ehrenmal soll die bislang direkt auf der Kreisstraße endende Treppe versetzt werden.

Warum ist eine Sanierung überhaupt nötig?

„In der Quantzstraße besteht akuter Handlungsbedarf, weil die Oberfläche der Gehwege im Laufe der Jahre mehrfach geflickt wurde und die Asphaltdecke daher uneben, unansehnlich und zudem noch schadstoffbelastet ist“, sagte Dr. Christoph Schwahn. Hinzu komme, dass die Bordanlagen abgefahren seien. „Insgesamt also ein Zustand, der so nicht mehr akzeptabel ist“, so Schwahn.

Was kostet die Sanierung der Quantzstraße?

Für die Sanierung sind Kosten in Höhe von knapp 1,03 Millionen Euro vorgesehen, von denen das Land Niedersachsen 750 000 Euro (73 Prozent) im Rahmen der Dorferneuerung fördert.

Von den verbleibenden rund 253 000 Euro zahlt die Gemeinde Scheden die eine Hälfte. Die andere teilt sich auf die Anlieger auf, wobei jeder Beitrag individuell nach der Grundstücksgröße berechnet wird.

Welche Vorgaben müssen befolgt werden?

Um in den Genuss der außergewöhnlich hohen Fördersumme zu kommen, muss der Gehweg am Ende barrierefrei sein (was er aktuell nicht ist) und somit überall eine Breite von mindestens 1,50 Meter haben. Außerdem darf der Gehweg bei der Sanierung nicht asphaltiert werden, sondern muss ein Pflaster erhalten.

Welche Bedenken äußerten die Anlieger?

Genau diese geplante Pflasterung war gerade den Anliegern des „Dammes“ oberhalb des Ehrenmals ein Dorn im Auge. Weil dort neben Autos auch landwirtschaftliche Maschinen fahren würden, befürchte man, dass ein Pflaster schneller kaputt gehen werde als eine Asphaltdecke. Bedenken gab es auch bezüglich der Beseitigung der Bushaltebucht. „Das wird die Verkehrssituation an dieser Stelle sehr viel unübersichtlicher und damit gefährlicher machen“, meinte eine Anwohnerin.

Wie geht es jetzt weiter?

Bevor die Ausschreibung für die Sanierung erfolgen kann, muss der endgültige Plan noch im Gemeinderat bestätigt werden.

Die Arbeiten sollen dann noch im Laufe dieses Jahres, spätestens aber 2020 beginnen. 

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