Die neue Dauerausstellung im Städtischen Museum im Welfenschloss führte bisher noch nicht zu deutlich mehr Besuchern

Römer ziehen noch nicht so richtig

Zelt und Ausrüstung: Die Dauerausstellung im Museum im Welfenschloss zeigt die Welt der römischen Legionäre in Hedemünden. Foto: Museum/Archiv

Hann. Münden. Die neue Dauerausstellung über das Römerlager in Hedemünden im Hann. Mündener Stadtmuseum hat bisher nicht zu deutlich mehr Besuchern geführt. Das geht aus den bisherigen Zahlen hervor.

Nach Angaben von Museumsleiterin Martina Krug kamen bis Ende August 2237 Besucher ins Museum, 2012 waren es in diesem Zeitraum 2887.

Dass die Zahlen sogar rückläufig sind, liegt hauptsächlich daran, dass das Museum in diesem Jahr nach einem Beschluss des Mündener Rates von Januar bis März aus Kostengründen geschlossen war. 2012 kamen in diesem Zeitraum 445 Besucher.

„Wir liegen also ungefähr gleichauf mit den Vorjahreszahlen“, so Krug. Sie kündigte an, die Öffentlichkeitsarbeit zu verstärken und will im nächsten Jahr regelmäßig monatliche Veranstaltungen zum Thema Römisches Leben anbieten, um noch mehr Besucher für die Ausstellung zu gewinnen. Das Ausstellungsjahr 2014 werde gerade geplant.

Die Schau „Pilum, Schwert und Palisade. Das Römerlager Hedemünden“ wurde im vergangenen Jahr, am 11. Mai, eröffnet. Der frühere Göttinger Kreisarchäologe Dr. Klaus Grote, der das Lager von Hedemünden 2003 entdeckt und die Fundstücke wissenschaftlich gesichert hat, hat an der Schau mitgearbeitet und sie auf den neuesten Stand der Forschung gebracht.

Sie orientiert sich von der Konzeption her an der großen Ausstellung „Spur des Imperiums“ aus dem Jahr 2009, die dem Museum einen Rekord von über 9000 Besuchern bescherte.

In der Dauerausstellung sind über 116 Funde aus dem Römerlager zu sehen, alles Leihgaben des Niedersächsischen Landesmuseums Hannover. Darunter sind gut erhaltene Waffenteile, militärische Ausrüstung, Pioniergeräte, Werkzeuge, Ausstattung von Tross und Zugtiergeschirr, Baubeschläge, Zeltheringe, Münzen aber auch Keramikfunde und Mühlsteinfragmente. (ems)

Öffnungszeiten: Das Museum ist im Oktober von Mittwoch bis Sonntag von 11 bis 16 Uhr geöffnet, von November bis April Mittwoch bis Sonntag von 13 bis bis 16 Uhr.

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