Freilandstall für Hühner

Freiluft statt Stallmast auf Hof in Dankelshausen

Freilandhaltung für die Hähnchen: „Ich möchte einfach ein gutes, landwirtschaftliches Produkt herstellen“, sagt Janina Vahlbusch.
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Freilandhaltung für die Hähnchen: „Ich möchte einfach ein gutes, landwirtschaftliches Produkt herstellen“, sagt Janina Vahlbusch.

Janina Vahlbusch aus Dankelshausen (Samtgemeinde Dransfeld) betreibt einen Hof. Seit zwei Jahren wachsen ihre Hühner in einem großen Freilandstall auf.

Dankelshausen – „Eigentlich hatten wir die Freilandhähnchen schon immer für den eigenen Bedarf auf unserem Hof“, erzählt Janina Vahlbusch aus Dankelshausen. Mit dem „Bachelor of Science“ schloss sie Ihr Agrarwissenschaftsstudium in Göttingen ab und wagte vor zwei Jahren den Schritt hin zu einem größeren Freilandstall. Aus der Überzeugung heraus, dass ihre Tiere ein gutes Leben haben sollen, wachsen diese in diesem Stall mit großem Grasauslauf auf.

Hof in Dankelshausen: Regionales Futter für Geflügel

„Die Hähnchen bekommen regionales Futter, plus dem eigenem Getreide vom Hof. Dadurch wachsen sie langsamer auf“, so Vahlbusch. Dies ist im Vergleich zu der konventionellen Stallmast, die das Ziel hat, schnell schlachtreife Tiere zu produzieren, sehr viel schonender. Der Knochenbau kommt bei schnell wachsenden Hähnchen in seiner Stabilität nicht mit, die Tiere liegen viel, weil ihnen Stehen und Laufen Probleme bereiten. Dadurch entwickeln sich oft Blasen im Brustbereich.

„Ich möchte einfach ein gutes, landwirtschaftliches Produkt herstellen. Es sind unsere Mitgeschöpfe. Auch wenn man sie nutzt, muss man sie gut behandeln“, erzählt Vahlbusch, während ihr Blick über die 200 Hähnchen streift.

Neben 200 Hähnchen leben auch die Wasserbüffel Hilmar und Ludwig bei Janina Vahlbusch in Dankelshausen.

Drei Monate leben sie im Freiluftstall und können nach Lust und Laune raus und rein gehen. „Sie sind körperlich fit, und brauchen keine Medikamente. Durch die viele Bewegung wird das Fleisch fester und während der Zubereitung entsteht nur ein minimaler Schwund im Gegensatz zu dem schnell gewachsenen Fleisch“, ist Vahlbusch überzeugt von ihrer praktizierten Aufzucht. Jede Woche wird ein Teil ihrer Hähnchen in einer biozertifizierten Schlachterei bei Witzenhausen geschlachtet und im Direktvertrieb unter anderem in dem Häuschen an der B3 in Scheden neben den Produkten anderer regionaler Landwirte vermarktet.

Mittwochs und samstags auf der Wochenmarkt in Hann. Münden

Bis Ostern stimmte die Kasse bis auf den Cent, doch aktuell haben die Landwirte, die mit der Vertrauenskasse die Ware dort anbieten das Problem, dass die Ware dort ohne Bezahlung öfter großflächig ausgeräumt worden ist. Sie reagieren, indem ein neuer Automat im Zulauf ist und demnächst aufgestellt wird. Mittwochs und samstags bietet Janina Vahlbusch Ihre Produkte auf dem Mündener Wochenmarkt an.

„Dort treffe ich die interessierten Bürger, die ich mir als Produzent wünsche. Sie wollen genau wissen, woher die Tiere kommen, wie sie gehalten werden und das bestätigt mich in meiner Überzeugung, genauso wie bisher auch weiterzumachen“, so Vahlbusch.

Zusätzlich werden die Produkte über die online Plattform Marktschwärmer in Göttingen und Northeim als Abholpunkte vertrieben. Geplant ist, dass Vahlbusch demnächst selbst schlachtet, hat zielführend bereits unterschiedliche Lehrgänge zu diesem Thema belegt.

Dankelshausen: Auch Wasserbüffel auf dem Hof

Ein bereits lang gehegter Familienwunsch wurde ebenfalls umgesetzt: Wasserbüffel auf dem Hof zu haben. Die vier sanften Tiere beobachten ihre Umwelt ganz genau und leisten hervorragende Landschaftspflege. „Ich würde sie als ruhig, aber auch stur und auf jeden Fall gelassen beschreiben. Man muss eine Vertrauensbasis zu ihnen aufbauen. Es sind ganz tolle Tiere“, lächelt Janina Vahlbusch, während sie mit Hilmar und Ludwig knuddelt. (Margitta Hild)

Kontakt

Vorbestellung Tel. 01704922095

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