Übergabe auf der Gartenbank

In Imbsen wurden bei einer Aktion Stoffgesichtsmasken genäht

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Weil sie ihren Laden aktuell nicht öffnen darf , engagiert sich Daniela Busse-Rinke ehrenamtlich und näht an ihrer Maschine.

Die Hilfsbereitschaft kennt in Zeiten der Coronakrise inzwischen keine Grenzen mehr. Jetzt haben sich in Imbsen knapp 20 Frauen und Männer zusammengetan, um etwas gegen den bestehenden Mangel an Schutzkleidung zu tun und behelfsmäßige Gesichtsmasken herzustellen.

Initiatorin der Aktion ist Daniela Busse-Rinke, Inhaberin der „Kleinen Stoffwerkstatt“ in Imbsen. „Als mir unsere Gemeindedirektorin Stefanie Freitag von einem Aufruf des Landkreises erzählte, wollte ich direkt eine groß angelegte Aktion in unserem Dorfgemeinschaftshaus starten“, sagt Busse-Rinke.

Nachdem dies am bestehenden Versammlungsverbot gescheitert war, sei ihr die Idee gekommen, die Aktion auf mehrere Schultern im Ort zu verteilen. „Zunächst habe ich auf meiner Facebook-Seite um Stoffspenden gebeten“, so die Initiatorin. Als zahlreiche Menschen aus der Samtgemeinde Dransfeld, aber auch von weiter her dem Aufruf folgten und sowohl Bettwäsche als auch andere Stoffspenden zur Verfügung stellten, habe man am Freitag mit der Produktion begonnen.

„Wir haben bewusst darauf geachtet, dass der gesamte Ablauf kontaktlos vonstattengeht“, sagt Daniela Busse-Rinke. Die Spender bringen ihre Stoffreste zu ihr nach Hause und deponieren sie auf einer Bank im Garten. Daraufhin packt die Näherin passende Reste zusammen, die dann – wiederum kontaktlos – bei ihr abgeholt und von etwas 15 Frauen und Männern im Dorf zugeschnitten werden. 

Den abschließenden Arbeitsgang, das eigentliche Nähen, übernehmen dann Busse-Rinke und vier weitere Näherinnen. „Wir hoffen, am Ende insgesamt 100 herstellen zu können oder vielleicht sogar noch mehr“, sagt die Imbserin, die für das Nähen einer behelfsmäßigen Gesichtsmaske etwa 15 Minuten braucht. Am Ende sollen die Gesichtsmasken dann an Bettina Aue vom Bündnis für Familien der Samtgemeinde Dransfeld übergeben werden, die sie dann an verschiedene Institutionen und Einrichtungen verteilen wird.

„Neben Bettina Aue hat uns auch Stefanie Freitag bei der Beschaffung der Stoffe sehr geholfen“, lobt Daniela Busse-Rinke. Die Aktion werde sie so lange fortführen, wie ihr die Helferinnen und Helfer aus ihrem Dorf zur Seite stehen. „Und natürlich freuen wir uns über jeden, der sich uns anschließt oder einfach nur Stoffe spendet“, sagt sie.

Kontakt: Daniela Busse-Rinke, erreichbar unter Tel. 01 60/3 66 28 34.

Von Per Schröter

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