Schulausschuss

Samtgemeinde Dransfeld: Leiterinnen von Grundschulen und Kitas sprechen über Coronaerfahrungen

Eingang und Schild der Grundschule Scheden Johann-Joachim-Quantz Schule
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An den neuen Alltag in Grundschulen haben sich Schüler und Lehrer gewöhnt. An der Grundschule Scheden ist momentan Betrieb im Szenario B.

„Wir schlagen uns zusammen durch.“ Mit diesen Worten beginnt Stephanie Bachmann, Leiterin der Grundschule Dransfeld, ihren Bericht im Schulausschuss der Samtgemeinde. Sie und weitere Vertreterinnen von Kitas und Grundschulen in der Samtgemeinde sprachen diese Woche in der Stadthalle Dransfeld über ihre Erfahrungen während der Coronakrise.

Alle Einrichtungen befinden sich derzeit im Szenario B, also Betreuung in festen, getrennten Gruppen. Einigkeit herrschte in der Frustration über die „ständig neuen Anweisungen“ durch das Kultusministerium, Öffnungen und Schließungen. Doch nach einem Jahr seien Lehrer, Betreuer und Kinder darin gut geübt, auch in der Umsetzung der Hygienemaßnahmen. „Wir tauschen uns Haare raufend und weinend aus. Trotz allem meistern wir das ganz gut“, so Stephanie Bachmann zu kurzfristigen Änderungen im Schulbetrieb.

Lob gab es für die Samtgemeinde als Träger der Grundschulen. Es herrsche ein steter Austausch mit der Verwaltung, insbesondere mit Hauptamtsleiter Marco Gerls. Von der Landesschulbehörde fühle sie sich im Stich gelassen, so Stephanie Bachmann. Sandra Drefs, kommissarische Leiterin der Grundschule Scheden, betonte, dass sie einen guten Kontakt mit der zuständigen Dezernentin pflege.

Zwei Coronafälle habe es an der Grundschule Dransfeld gegeben – ein Erwachsener im November und ein Kind im Februar, berichtet Stephanie Bachmann. Sie seien in Quarantäne gegangen und es habe keine Ansteckungen gegeben. CO2-Messgeräte helfen beim Lüften in den Klassenräumen. Nach dem Ampelprinzip zeigen sie an, wann der CO2-Gehalt in der Luft zu hoch wird, dann wird gelüftet, erklärt die Schulleiterin. Aufgrund von Wechselunterricht, Quarantäne oder Fernunterricht mit ärztlichem Attest würden Klassen derzeit nicht gemeinsam unterrichtet. Das erfordere einen regelmäßigen Abgleich des Lernstandes der einzelnen Gruppen.

Digitalisierung der Schulen läuft an

Neben der Belastung durch Corona steht zudem die Digitalisierung der Schulen an. Die Grundschule Dransfeld arbeite bereits mit einer neuen Software, so Stephanie Bachmann. In der Grundschule Scheden gebe es derzeit noch Probleme an der Schnittstelle zur aktuellen Software, was die Datenübertragung erschwere, berichtet Sandra Drefs. Demnächst soll auch hier die Kommunikation mit den Eltern über das neue System laufen.

Ina Kellner, Leiterin der Kita St. Martini Dransfeld, schloss sich den Berichten der Lehrerinnen an: Auch in der Kita seien Erwachsene und Kinder nun im Coronaalltag geübt, kurzfristige Änderungen erschwerten die Situation. Das Szenario B mit festen Gruppen sei in Kitas nicht gut umzusetzen. Gruppen von 25 Kindern und zwei Betreuern stünde so nur ein Raum ohne Ausweichmöglichkeit zur Verfügung. „Die Kontaktvermeidung zu Kindern in dem Alter ist gleich Null“, sagt Ina Kellner. Die wöchentlichen Coronatests gäben Sicherheit: „Es ist gut zu wissen, dass ich gesund bin.“ Zusätzlich versuche die Einrichtung, Kontakt zu Kindern in familiärer Betreuung zu halten.

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