Mariannes Heimatmuseum

Scheden: Reise in die Vergangenheit im Heimatmuseum

Nach langer „Corona-Pause“: Marianne Beuermann zeigt im Museum in Scheden unterschiedliche Schneebesen.
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Nach langer „Corona-Pause“: Marianne Beuermann zeigt im Museum in Scheden unterschiedliche Schneebesen.

Mariannes Heimatmuseum ist eine Institution in Scheden (Samtgemeinde Dransfeld). Marianne Beuermann kann nun wieder Führungen anbieten.

Scheden – „Manche sagen es ist hier zu voll, aber viele Dinge will ich während meiner Führungen ja auch zeigen“, meint Marianne Beuermann. Endlich ist es so weit und nach der langen „Corona-Zwangspause“ freut sie sich wieder, Führungen in ihrem Heimatmuseum in Scheden anbieten zu können.

Scheden: Mariannes Heimatmuseum ist eine Institution

Erst kürzlich war eine Klasse der Johann-Joachim-Quantz Schule zu einem Besuch im Museum. Es gehört eigentlich zum Standartprogramm der Schule, dass jedes Kind während seiner Grundschulzeit dort mindestens einmal war und eine Führung mitgemacht hat. Mit den Worten: „Ich will mit Euch eine Reise in die Vergangenheit machen“, weckt sie stets die Aufmerksamkeit gerade dieser jüngsten Besucher, bevor sie zum großen Teil völlig unbekannte Ausstellungsstücke vorstellt. „Ganz besonders interessiert sind die Schulkinder immer an den alten Küchenutensilien wie den unterschiedlichen Schneebesen“, erzählt Beuermann lächelnd.

Und es gibt, wie in der ganzen Scheune auch, in der Küchenecke viel zu bestaunen. Ein altes Guss-Waffeleisen, in dessen Oberteil gleich zwei Rezepte für Waffeln der Oberfläche zu lesen sind, eine ulkige kleine Eieruhr, hölzerne handgefertigte Quirle, Bügeleisen welche auf dem damaligen Küchenherd als Kernstück einer jeden Küche aufgeheizt worden sind. Speziell für diese Herde gab es Kaffeeröster in denen in den „schlechten Zeiten“, in denen es keine Kaffeebohnen zu kaufen gab, Getreidesorten geröstet wurden, um damit den sogenannten „Muckefuck“ als Kaffee-Ersatz aufgießen zu können. „Das hier finden die Kinder auch immer ganz toll“, meint Beuermann, wenn sie den Tropfenfänger, für den es tatsächlich auch Dekoartikel wie Schmetterlinge oder ein winziges Schwarzwaldmädel gibt, an der Porzellan-Kaffeekanne erklärt.

Führung mit Termin im Heimatmuseum

Schneebesen in allen Entwicklungsformen bis hin zum original „Rührfix“ laden zum Bestaunen ein, Mörser, Eieraufbewahrungsgestelle oder die ausschwenkbaren Abwaschschüsseln, sind immer Magneten für die kleinen Besucher. „Schön ist es, wenn die Kinder selbst aktiv etwas tun können“, meint Beuermann. So hat sie schon mit den Kindern Kaffeepulver in den unterschiedlichen Kaffeemühlen hergestellt, oder auch mit ihnen Wäsche an der alten Mangel geglättet. Manche der Kinder kennen tatsächlich noch ein paar Gegenstände aus Omas und Opas Haushalten, doch die meisten im Museum geben ihnen Rätsel auf.

Besuche und Führungen in „Mariannes Heimatmuseum“ sind nach Terminvereinbarung wieder möglich. Auch wenn man schon einmal dort war und meint, das Museum zu kennen: Es werden regelmäßig Gegenstände dem Museum gestiftet und so gibt es auch immer wieder etwas Neues zu entdecken. (Margitta Hild)

Kontakt

Mariannes Heimatmuseum in Scheden: Tel.: 0 55 46 / 6 88

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