„Ewald“ wird verabschiedet

Samtgemeinde Dransfeld übergibt neues Fahrzeug an Feuerwehr Scheden

Schedens Bürgermeisterin Ingrid Rüngeling (von links) und Samtgemeindebürgermeister Mathias Eilers, Samtgemeindebrandmeister Karsten Beuermann und Schedens Ortsbrandmeister Thorsten Meyer stehen vor dem alten und neuen Fahrzeug der Feuerwehr Scheden.
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Fahrzeug „Ewald“ (links) wird durch das neue HLF abgelöst. Schedens Bürgermeisterin Ingrid Rüngeling (von links) und Samtgemeindebürgermeister Mathias Eilers wünschen Samtgemeindebrandmeister Karsten Beuermann und Schedens Ortsbrandmeister Thorsten Meyer sowie allen anderen Einsatzkräften alles Gute.

„Ewald“ geht in Rente. Doch „Ewald“ ist kein Mensch, sondern ein Feuerwehrfahrzeug. Als Ersatz schaffte die Feuerwehr in Dransfeld für Scheden ein neues Fahrzeug an. Das ist mit allerhand Technik ausgestattet.

Scheden - Das neue Fahrzeug der Feuerwehr Scheden ist von den Wehren der Samtgemeinde Dransfeld mit Blaulicht und Martinshorn bereits im Juli in Empfang genommen worden. Viele Videos auf Sozialen Netzwerken zeugen von der Bedeutung des Hilfeleistungs-Löschgruppen-Fahrzeugs (HLF) für die Stützpunktfeuerwehr und darüber hinaus. Nun wurde es mit einer kleinen Feier offiziell übergeben. Zu fünf Einsätzen musste es bereits ausrücken.

300 000 Euro hat das neue HLF 10 inklusive Ausrüstung gekostet, berichtet Samtgemeindebrandmeister Karsten Beuermann. Ein HLF sei schwerpunktmäßig für die technische Hilfeleistung ausgerüstet. So befinden sich im Fahrzeug unter anderem ein 1600 Liter Wassertank, Wärmebildkamera, Motoraggregat, Stromerzeuger, Motorsäge, Spreizer, Schere, Korbtrage, Schläuche und mehr. Neben dem Fahrer finden acht weitere Einsatzkräfte Platz. Ein Vorteil gegenüber dem alten Fahrzeug: Atemschutzträger können ihre Ausrüstung bereits während der Fahrt anlegen.

„Ein Fahrzeug allein löscht kein Feuer. Dafür sind aktive Kameraden nötig“, sagte Beuermann bei der Übergabe und dankte allen Beteiligten. Von den 31 Aktiven der Schedener Wehr seien 14 berechtigt, das neue Fahrzeug zu fahren. Denn dafür sei ein Lastwagenführerschein notwendig. Die Samtgemeinde fördere jährlich einen Führerschein der Feuerwehren Scheden und Dransfeld im Wechsel, sodass es genügend Fahrer für die Fahrzeuge gebe. In den vergangenen Wochen seit der Auslieferung des Fahrzeugs wurden die Maschinisten an dem neuen Fahrzeug ausgebildet, so Beuermann weiter.

Denn das moderne HLF bringt auch eine neue Technik mit, die sich von ihrem Vorgänger unterscheidet. Das alte Fahrzeug, benannt nach dem ehemaligen Ortsbrandmeister Ewald Surup, geht nun nach 30 Jahren Einsatz für die Schedener Wehr in den Ruhestand. „Da schwingt auch Wehmut mit“, sagt Ortsbrandmeister Thorsten Meyer, „Ewald hat uns immer sicher nach Hause gebracht.“ Samtgemeindebürgermeister Mathias Eilers und Schedens Bürgermeisterin Ingrid Rüngeling wünschten den Feuerwehren einstimmig „viele Ausbildungstage, möglichst wenige Einsätze und eine gesunde Heimkehr“.

Geehrt: Henning Trauschke (links) und Helmut Beuermann sind seit 25 und 50 Jahren in der Feuerwehr.

Geehrt wurden zudem Oberfeuerwehrmann Henning Trauschke für 25 Jahre Mitgliedschaft und der ehemalige Ortsbrandmeister Helmut Beuermann für 50 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr Scheden. Aufgrund der aktuellen Situation waren pro Feuerwehr nur zwei Teilnehmer eingeladen. Die Teilnehmer wurden gebeten, Masken zu tragen. Im Anschluss wurde gegrillt.

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