Hilfe für Streuner

Samtgemeinde Dransfeld will Katzenschutzverordnung

Ein Kater und eine Katze sitzen auf einer Treppe
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Freilaufende und streunende Katzen sollen kastriert und gechippt werden.

Freilaufende und streunende Katzen in der Samtgemeinde Dransfeld sollen in Zukunft kastriert, gekennzeichnet und registriert werden. Das soll verhindern, dass sich die Tiere maßlos vermehren und erkranken.

Die Verwaltung will über eine entsprechende Verordnung im Samtgemeinderat abstimmen lassen, informieren Ordnungsamtsmitarbeiterin Stefanie Freitag und Bürgermeister Mathias Eilers. Damit verfüge die Gemeinde über die rechtliche Grundlage, um zum Schutz der Katzen tätig werden zu können. Diese Möglichkeit besteht für Gemeinden in Niedersachsen seit Änderung des Tierschutzgesetzes 2017. Der Deutsche Tierschutzbund fordert bundesweit Gemeinden auf, eine Kastrationspflicht einzuführen.

Einen Tierschutzverein gibt es in der Samtgemeinde nicht, erklärt Freitag, die zuständig für Fundtiere ist. Dafür bestehe eine gute Zusammenarbeit mit den Vereinen in Hann. Münden und Friedland. Pro Jahr würden etwa 15 bis 20 Streuner in der Samtgemeinde gemeldet. Wenn die Verordnung vom Rat verabschiedet wird, gilt für alle Katzen die Pflicht zur Kastration, Kennzeichnung durch einen Chip und Registrierung. Das trifft auf freilaufende Katzen mit menschlichen Besitzern zu, verwilderte Katzen ohne Besitzer und Streuner, die regelmäßig von Menschen gefüttert werden.

„Im Mai und jetzt im September werden die Kitten geboren“, sagt Stefanie Freitag. Das Problem: Gibt es zu viele Streuner, verbreiten sich Inzucht und Krankheiten – die Tiere leiden und stellen ein Gesundheitsrisiko dar. Aktuell versucht Stefanie Freitag in Dransfeld vier Katzen einzufangen, eine Mutter und drei Babys. In einem weiteren Ort sind bereits vier Tiere kastriert, drei weitere müssen eingefangen werden. Weil die Tiere scheu sind, nutzt sie dafür eine Lebendfalle mit Futter. „Das kann ein paar Tage oder Wochen dauern“, sagt Freitag.

Mit zwei weiteren ehrenamtlichen Pflegern kümmert sie sich nach der Kastration um die Tiere. Erwachsene Streuner müssten dann wieder freigelassen werden, weil sie sich nicht mehr an die Nähe zum Menschen gewöhnen könnten. „Die kommen draußen klar“, sagt Freitag. Junge Katzen würden in der Pflegestelle umsorgt und dann in menschliche Obhut vermittelt. So soll die Zahl an Streunern nachhaltig reduziert werden.

Kontakt: Wer streunende Katzen beobachtet oder sich als Pflegestelle engagieren möchte, meldet sich bei Stefanie Freitag, unter Tel. 0 55 02/3 02 65 oder per Mail an freitag@dransfeld.de

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