Es kann wieder gefeiert werden

Schedens Kult-Gaststätte: "Die Eiche" ist wieder da

+
Harald Ruchlak wurde schon oft auf seine Ähnlichkeit mit Phil Collins angesprochen. Was beide auf jeden Fall gemeinsam haben, ist der Spaß an der Musik. 

Scheden - In Schedens Kult-Gaststätte „Gasthaus Deutsche Eiche“ kann wieder gefeiert werden.

Ganz früher war er Discjockey in der „Eiche“ in Scheden, damals, bei Wirtin „Hildegard“, vor der die Jugend gehörigen Respekt hatte. Jetzt hat Harald Ruchlak die Kult-Gaststätte aus dem Dornröschenschlaf geholt.

Angelika und Harald Ruchlak haben der Kult-Gaststätte neues Leben eingehaucht. „Mach’s gut Hildegard. Viele schöne Stunden haben wir bei dir verbracht. Legenden sterben nie!“, las man in der Facebook-Gruppe „Deutsche Eiche“, als Besitzerin Hildegard Jünemann vor einem Jahr verstarb. Hildegard, die Gastwirtin, an deren Theke Generationen ihr Bierchen tranken und vor der selbst Rocker sehr großen Respekt hatten.

„Niemand hätte es gewagt, die Hand an Hildegard zu legen. Sie war so etwas wie eine Dorfmutter“, erzählt der neue Besitzer Harald Ruchlak. Wenn in der Gastwirtschaft mal ein handfester Disput ausbrach, regelte das Hildegard rigoros selbst, ging kurzer Hand den Scheuerlappen schwingend zwischen die Kontrahenten. Nach ihrem Tod war die Zukunft des Hauses ungewiss, bis Ruchlak den Zuschlag erhielt, weil er das Haus als „Die Eiche“ erhalten wollte. Monate der Renovierungsarbeiten vergingen, hunderte von Arbeitsstunden wurden geleistet und das Ergebnis ist eine wirklich schöne Feierlokalität geworden, ohne den „Geist der Gastwirtschaft“ verändert zu haben. Vieles, was das Flair vom „Gasthaus Deutsche Eiche“ ausmachte, ist geblieben, doch durch die Renovierungsarbeiten von Ruchlak und Ehefrau Angelika modernisiert und verschönert worden.

Der Gaststättenbereich der Deutschen Eiche in neuem Gewand. Harald Ruchlak in Vorfreude. Foto: Margitta Hild

Eine neue Küche, helle Wände, liebevolle Deko, Erinnerungsfotos aus vergangenen Zeiten an den Wänden, eine gute Musikanlage, Nebelmaschine und Laserlichtbeleuchtung im Discobereich.

„Hier können die Leute feiern und Spaß haben. Es war mir wichtig, dass dieses Haus mit all seinen Erinnerungen für viele Schedener und Menschen im großen Umkreis nicht einfach abgerissen wird“, meint Ruchlak. Er selbst fing bei „Hildegard“ im Alter von 15 Jahren, Anfang der 70er-Jahre als Discjockey an. „Mich faszinierte es, in diesem Job von den jungen Mädels angehimmelt zu werden“, sagt er lachend. „Vorher haben wir immer noch Bonanza im Fernseher der Gastwirtschaft angesehen, von Hildegard bekamen wir Currywurst und Pommes, bevor um 19 Uhr die Disco geöffnet wurde. Ich habe meine ganze Jugend hier verbracht. Die Eiche ist noch heute bis nach Hannover als ehemalige Disco bekannt. Ich würde schätzen, dass für über 1000 Ehen in der Eiche der Grundstein gelegt wurde“, erzählt Ruchlak. Und das ist es, was er erhalten will: die Eiche als Ort der Erinnerungen vieler Menschen.  

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.