Gegen die Werraversalzung

Schminke distanziert sich von Verbrennung einer Strohpuppe

Hann.Münden. Bürgerinitiativen und der Landtagsabgeordneten reagieren auf Kritik der Grünen an der Verbrennung einer Strohpuppe bei der Protestaktion gegen die Weserversalzung.

Der Kantige Tisch, insbesondere die Bürgerinitiative Oberweser Bramwald als Veranstalter der Protestaktion gegen die Weserversalzung anlässlich des Weser-Marathons, widerspricht der Kritik des Grünen- Bundestagsabgeordneten Jürgen Trittin und des Mündener Vorstandsmitglieds der Grünen, Hartmut Teichmann an der Strohpuppen-Verbrennung. (siehe Artikel oben).

„Der Angriff auf den Landtagsabgeordneten Ronald Schminke entbehrt jeder Grundlage“, teilt Gabriele Niehaus-Uebel vom Kantigen Tisch mit: „Schminke gehörte nicht zu den Veranstaltern, sondern war lediglich als Gast anwesend. Somit trägt er für die Aktionen keinerlei Verantwortung. Zudem hat er sich deutlich vor Ort von der Verbrennung distanziert.“

Die mit Stroh gefüllten T-Shirts, in unterschiedlichen Farben (grün, rot, weiß), sollten keinerlei Hinweis auf konkrete Personen zum Ausdruck bringen, sondern den allgemeinen Unmut der Bürger symbolisieren, so Niehaus-Uebel: „Sofern Herr Trittin und Herr Teichmann durch ein grünes T-Shirt eine solche Assoziation für sich in Anspruch nehmen, ist dieses ihre subjektive Sichtweise. Wir bedauern die Betroffenheit der Grünen sehr und werden selbstverständlich zukünftig keine grünen T-Shirts mehr verwenden.“

Der Landtagsabgeordnete Ronald Schminke betonte, er habe am Sonntag der BI-Sprecherin Gabriele Niehaus-Uebel vor Ort in Hemeln erklärt, dass die Verbrennung einer Strohpuppe als Mittel des Protests nicht geeignet sei und er diese Form ablehne. Er sei über die Aktion nicht informiert gewesen.

In einer Mail am Montagmorgen habe er der BI-Sprecherin seine Argumente noch einmal verdeutlicht. Es gehe grundsätzlich darum, so Schminke, „dass man keine Strohpuppen verbrennt, weil auch Puppen lebende Menschen darstellen sollen und mindestens Raum für Spekulationen lassen, wen Sie damit meinen.“

Lesen Sie dazu auch:

- Grüne kritisieren Puppenverbrennung: Grenzüberschreitung

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