Schüler in Uschlag pflanzten 50 Eichen

Nachwuchsförster: Zargun (von links), Manuela Zander, Amelie, Lea und Daris pflanzen eine kleine Eiche im Stadtwald. Fotos: Huck

Uschlag. 50 kleine Eichen pflanzten die Schüler der Grundschule Uschlag am Mittwoch in ihrem Schulwald. Spendiert hatte die jungen Bäume das Forstamt Münden und Hilfe bekamen sie dabei von vielen Eltern und Großeltern.

„Wir sind froh, dass wir unseren Schulwald haben, denn nirgend anders kann man so toll klettern“, findet die zehnjährige Katharina, die mit ihren Schulfreunden gestern Vormittag für Ordnung im Schulwald sorgte. Denn damit sie in ihrem Klassenzimmer mitten in der Natur auch lernen können, muss es gepflegt werden. Darum kommen zweimal im Jahr alle 114 Schüler und Lehrer zum Arbeitseinsatz mit familiärer Unterstützung im Schulwald zusammen.

Die wild wuchernden Brombeersträucher mit ihren kleinen Dornen werden zurück geschnitten, Birken abgeknickt und Unkraut wird gejätet. Denn gerade die Bäume wachsen zu schnell und nehmen den von den Kindern im Wald gepflanzten Eichen das Licht. In den angrenzenden Waldflächen, die nicht mehr zum Schulwald gehören und nicht von der Pflege der Kinder profitieren, ist dies deutlich zu sehen. Die fast sechs Meter hohen Birken dominieren das Gebiet.

„Das macht viel mehr Spaß, als im Klassenzimmer vor einem Buch zu sitzen.“

Die Schule nutzt ihren Wald übrigens nicht nur für die zwei Arbeitseinsätze im Jahr, sondern auch während des regulären Unterrichts. Sowohl Sachkunde als auch Mathematik, Deutsch und Kunst lassen sich sehr gut mit dem Projekt Schulwald verknüpfen. „Wir lernen mitten im Wald, wie die Bäume heißen, das macht viel mehr Spaß, als im Klassenzimmer vor einem Buch zu sitzen“, findet die zehnjährige Meret. „Wir haben sogar schonmal eine Quelle gefunden“, ergänzt Felicitas, neun Jahre.

Spuren suchen

Die Kinder können in ihrem Wald Spuren suchen und Tiere finden. So wie Einar. Er hat am Mittwochvormittag beim Ausbuddeln einer Wurzel einen Feuersalamander gefunden.

Die Kinder begutachteten das Tier begeistert, denn die meisten hatten vorher noch keinen seiner Art gesehen. Einige fragten, ob der Salamander gefährlich sei, doch Gabi Dinkel konnte sie schnell beruhigen.

Zusammen mit dem Schüler Einar suchte sie dann für das Tier einen neuen sicheren Platz, weit weg von den vielen Kinderfüßen, die sich im Schulwald bewegten.

Mitglieder des Förderkreises der Schule hatten wieder ein Frühstück für alle Kinder und Helfer mit Tee und belegten Broten vorbereitet und gemeinsam machten sie, nachdem alle Bäumchen gepflanzt waren, rund um die Lernhütte eine wohlverdiente Pause. (zwh)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.