Landesweite Aktion zeigt Erfolge

Schwimmen lernen liegt wieder im Trend

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DLRG Münden:  Schwimmausbildung im Hochbad in Hann. Münden.  

Landkreis Göttingen. Um etwas gegen die hohe Zahl der Fälle von Tod durch Ertrinken zu tun, wurde vor drei Jahren die Aktion „Niedersachsen lernt Schwimmen“ ins Leben gerufen. Kurz vor Projektende zogen die Protagonisten in Göttingen Bilanz.

„Es war ein gutes Projekt, es hat sich wirklich gelohnt“, sagte Frank-Michael Mücke, Abteilungsleiter Sportjugend beim niedersächsischen Landessportbund (LSB), der die Aktion zusammen mit dem Landesschwimmverband und der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Landesverband Niedersachsen auf den Weg gebracht hatte. Wie bei solchen Großprojekten üblich, habe es in der Anfangsphase „viel Luft nach oben“ gegeben.

Grund dafür ist die große Zahl von 5300 Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen – knapp ein Viertel davon Menschen mit Migrationshintergrund – die seit Januar 2016 die 550 angebotenen Schwimmkurse besucht haben. Rund 40 Prozent der Teilnehmer hätten dabei das Schwimmabzeichen in Bronze erhalten (Sprung vom Beckenrand, 200 Meter Schwimmen in höchstens sieben Minuten und Kenntnis der Baderegeln).

Der Rest konnte – bis auf wenige Ausnahmen – immerhin das Frühschwimmerabzeichen „Seepferdchen“ (Sprung vom Beckenrand, 25 Meter Schwimmen) vorweisen. Allein in Niedersachsen sind im vergangenen Jahr 55 Menschen ertrunken.

Gut aufgestellt ist die DLRG-Ortsgruppe Adelebsen-Dransfeld. „Wir sind ausgebucht mit unseren Schwimmkursen“, so die Vorsitzende Margret Reinecke. Das Interesse am Schwimmen sei groß, jedes Jahr erhielten etwa 30 Kinder das „Seepferdchen“. „Wir sind auf einem guten Weg“, sagt Hans-Jürgen Kriegs von der DLRG-Ortsgruppe Polizei in Münden. „Zwar haben wir das Ziel noch längst nicht erreicht – aber mit circa 100 Teilnehmern an unseren Schwimmkursen in Münden und Reinhardshagen fällt die Jahresbilanz positiv aus.“  

Jügen Seiler, Vizepräsident des DLRG-Landesverbandes Niedersachsen, sagt zur Aktion „Niedersachsen lernt Schwimmen“ : „Ist das Ziel ‘Niedersachsen kann Schwimmen‘ erreicht? Eher nicht! Aber wie soll das auch gehen, wenn immer mehr Bäder geschlossen werden? Es müssen die Rahmenbedingungen geschaffen werden, um überhaupt Schwimmunterricht anbieten zu können. Wir würden uns als DLRG über weitere Projekte dieser Art freuen.“ Der Referent für Öffentlichkeitsarbeit der DLRG-Ortsgruppe Polizei Hann.Münnden, Hans-Jürgen Kriegs, sagt: „Uns ist wichtig, dass wir die Schwimmausbildung auch über den Aktionszeitraum hinaus weiter anbieten. Noch immer können zu viele gar nicht oder nur sehr schlecht schwimmen. Diesem Trend entgegenzuwirken, ist eines unserer Hauptziele.“  

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