Seltene Wildkatzen sind auf dem Vormarsch

Landkreis Göttingen. Die Wildkatze ist eine der bedrohtesten heimischen Tierarten. Südniedersachsen gehört mit Randbereichen Nordhessens aber zu den Kerngebieten dieser Art in Deutschland. 

v Seit wenigen Tagen hat das Vorstandsmitglied des Naturschutzbundes (Nabu) in der Samtgemeinde Dransfeld, Walter Peters, eine junge, etwa fünf Wochen alte Wildkatze in seiner Obhut. Das Jungtier lag äußerst geschwächt vor seiner Haustür an der Papiermühle in Eberhausen (bei Adelebsen). Er päppelt die Jungkatze auf, ihr geht es jetzt wieder besser.

„Es werden immer wieder Wildkatzen bei uns in der Region beobachtet“, sagt Jürgen Endres vom Nabu in Dransfeld. Und die gute Nachricht: Sie vermehren sich. Wissenschaftler haben das scheue Waldtier im Blick, versuchen mit dem sogenannten Monitoring, einer Dauerbeobachtung mit Lockstoffen, den Bestand zu erfassen. Wie viele Wildkatzen es im Raum zwischen Göttingen und Kassel gibt, ist nicht bekannt. Es gibt auch keine Schätzungen.

„Die Wildkatze ist auf dem Vormarsch“, sagt auch Michael Rudolph, Pressesprecher für den Landesforst. Im Gegensatz zum Luchs, der wieder Fuß fasst zwischen Solling und Kaufunger Wald, war die Wildkatze nach Einschätzung von Förster Behling hier nie ausgestorben. Sie habe sich aus einer Restpopulation heraus vermehrt. Das war beim Luchs, der größen europäischen Wildkatze, anders. Er konnte nur durch Auswilderungsprogramme wieder heimisch werden.

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