Beratung für Betroffene und deren Angehörige bei der Diakonie

Sie zeigen Wege aus der Sucht

+
Sie halten jede Menge Informationen bereit: die beiden neuen Suchtberaterinnen bei der Diakonie Hann. Münden Margrit Griesel (links) und Uta Masche. 

Hann. Münden - Margrit Griesel und Uta Masche sind die neuen Beraterinnen in der Fachstelle für Sucht und Suchtprävention beim Diakonischen Werk in Hann. Münden.

Die beiden Frauen teilen sich die Stelle, die mit dem Abschied von Monika Steinkrauß-Kruhm vakant geworden war. Beide Frauen bringen mehrere Jahrzehnte Berufserfahrung mit. Beide sind ausgebildete Sozialpädagoginnen, die obendrauf eine Zusatzausbildung als Sucht- und Sozialtherapeutin absolviert haben, berichten sie.

Auf über 20 Jahre Beratungsarbeit, immer im direkten Kontakt mit den Menschen, blickt Margrit Griesel zurück. Zuletzt habe sie in Kassel im Blaukreuz-Zentrum gearbeitet, bis dieses schloss. Sie sei sehr froh, jetzt weiter in ihrem Beruf arbeiten zu können, sagt sie.

Auch Uta Masche berichtet von 20 Jahren Erfahrung in der Suchtarbeit, sowohl stationär als auch ambulant. Zuletzt arbeitete sie in einer Einrichtung für stationäre Entwöhnung. Für den Altkreis Münden sind die beiden nun Ansprechpartnerinnen für Jugendliche und Erwachsene, für Betroffene und auch für deren Angehörige, die auch unabhängig vom Betroffenen kommen können.

Sie helfen, für jeden die richtige Therapie zu finden, füllen Anträge aus und vermitteln die Hilfesuchenden in stationäre oder ambulante Maßnahmen sowie in Selbsthilfegruppen.

Eine ambulante Therapie findet auch direkt in den Räumen der Diakonie, Welfenstraße 5, in Hann. Münden statt. Dort gibt es ein System von Gruppen- und Einzelgesprächen, alle streng vertraulich. Die Beraterinnen unterliegen der Schweigepflicht. Ein Mal pro Woche trifft sich eine Therapiegruppe in den frühen Abendstunden, damit auch Berufstätige daran teilnehmen können.

Auch eine Nachsorge nach einer stationären Therapie, die ambulante Weiterbehandlung, bietet die Fachstelle Sucht- und Suchtprävention an, diese werde in der Regel von den Kliniken gleich beantragt. So werden die Menschen nicht allein gelassen auf ihrem Weg aus der Sucht.

Das Angebot in Hann. Münden ist eine Außenstelle der Fachstelle für Sucht- und Suchtprävention in Göttingen. Dort wird eine größere Auswahl an Trainigsmaßnahmen angeboten, in die auch vermittelt werden kann. Außer Menschen mit Alkoholproblemen kommen auch immer mehr, die von Mediensucht betroffen sind. Glücksspiel und illegale Drogen sind ebenfalls Thema. Bei anderen Süchten werden die Betroffenen dann auch weitervermittelt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.