Sorge um Arbeitsplätze

SPD Münden zur Sparkassenfusion: Göttingen soll mit ins Boot

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Die Sparkasse in Hann. Münden. 

Hann. Münden. Die Sorgen um den Arbeitsplatz jedes einzelnen Mitarbeiters der Sparkasse nimmt die SPD Münden sehr ernst. Das erklärt die Ortsvereinsvorsitzende Gudrun Surup.

„Es geht aber nicht nur um die Verlegung des Arbeitsplatzes für maximal 30 Mitarbeiter, die bei der Fusion von Hann. Münden in den Harz bis nach Herzberg fahren müssten, um schlechte Arbeitsbedingungen für einen Teil derer Mündener Sparkassenmitarbeiter. Es geht um das Angebot einer Sparkasse vor Ort, um Sicherheit für die Mündener Sparkassenkunden und um vieles mehr, was im Abwägungsprozess berücksichtigt werden muss.“

Surup: „Als Sparkassenkundin mache ich mir keine Gedanken um mein Geld, denn die Sparkasse hat ein Sicherungssystem, bei dem unsere Gelder durch die Einlagensicherung und andere Maßnahmen geschützt sind.“ Es gehe vielmehr um den Service, die Arbeitsplatzsicherung und die Wirtschaftlichkeit der Sparkasse, so Surup weiter.

Die Notwendigkeit einer Sparkassenfusion stellten die wenigsten infrage, so die SPD-Vorsitzende: „Der Zeitpunkt und das ,Wie’ – die Ausgestaltung – entscheiden aber darüber, ob die Fusion langfristig für Hann. Münden ein Gewinn oder Verlust bedeutet.“ Ein Landkreis, eine Sparkasse – dies galt bisher auch für die SPD Münden als Grundsatz. „Dazu gehört, dass die Sparkasse Göttingen nicht nur gedanklich in den Fusionsprozess der Mündener mit einbezogen wird“, sagt Surup.

Für den SPD-Ortsverein seien die Versuche, die Sparkasse Göttingen mit ins Boot zu holen, noch nicht ausgeschöpft. Hier müssten noch Gespräche folgen. Zunächst wird es eine Mitgliederversammlung geben, die von einzelnen Mitgliedern sowie von der AG 60 plus gewünscht wird, diese ist für Donnerstag, 6. Dezember, 18.30 Uhr angesetzt. Die SPD-Stadtratsfraktion wurde um die Verschiebung der Ratsentscheidung gebeten.

Zum Thema: Osterode stimmt für Fusion: Mitarbeiter der Sparkasse bitten um Unterschriften

Der Fraktionschef der SPD im Mündener Rat, Dr. Joachim Atzert, teilt mit, es sei gemeinsames Ziel, „die Sparkasse Münden angesichts der immensen Herausforderungen zukunftssicher zu machen, um sie für Münden wie auch für die Mitarbeiter als sicheren Arbeitsplatz zu erhalten“. Auch die Mitarbeitervertretung sehe genauso wie die Politik die Notwendigkeit einer „Fusion in einer kompetenten Partnerschaft“.

Selbstverständlich sei, so Atzert, dass die SPD-Fraktion die formulierten Einwände gegen eine Fusion zur Sparkasse in Südniedersachsen sehr ernst nehme. Deshalb habe es auch ein weiteres, sehr „intensives Gespräch“ mit Landrat Reuter gegeben, in dem dieser unter anderem als zukünftiger Verwaltungsratsvorsitzender einer fusionierten Sparkasse noch einmal versicherte, dass die Zahl maximal 30, also die Zahl der Mitarbeiter, auf die Fahrbelastungen zukämen, absolut feststehe.

Ferner stehe ein Gespräch mit dem Göttinger Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler an, in dem die strittige Frage, ob Göttingen ein Interesse an einer Fusion mit der Sparkasse Münden habe, noch einmal aufgegriffen werde und zu klären sei.

Auch deshalb habe die SPD-Fraktion den Antrag beim Bürgermeister gestellt, die Entscheidung der Fusion am 4. Dezember von der Tagesordnung zu nehmen und auf den 17. Dezember zu vertagen. 

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