Spenden für Rácalmás sind unterwegs

Hilfstransport in die ungarische Partnerstadt Rácalmás: Hier mit dem ungarischen Fahrer (2. von links) Björn Littau, Valerie Schmidt, Klaus Kecker, Hartmuth Bührmann, Andre Henne, Timo Seescharf und Matthias Werner (v.l.). Foto: privat/ nh

Dransfeld. Hauptsächlich Kleidung für Kinder und Erwachsene, aber auch medizinische Hilfsmittel wie ein Rollator oder Gehhilfen schickte die Samtgemeinde Dransfeld auf die Reise in die ungarische Partnerstadt.

Der Lkw kam mit einem Tag Verspätung zum Beladen, sodass flugs neue Helfer gefunden werden mussten, doch mithilfe von Mitarbeitern der Verwaltung, des Bauhofs und der ehrenamtlichen Arbeitstruppe aus Bühren klappte alles noch: Am Freitag machte sich der 23. Transport mit Sachspenden auf den Weg nach Rácalmás, der ungarischen Partnergemeinde der Samtgemeinde Dransfeld.

Dabei sei wieder mehr zusammengekommen als erwartet, berichtet Samtgemeindebürgermeister Mathias Eiler, der beim Verladen auch selbst Hand anlegte.

Da absehbar gewesen sei, dass der gut 90 Kubikmeter Ladung fassende Lkw nicht reichen werde, hatten sich Heinz Ganz und Manfred Menke, die wie bei vorigen Spendenaktionen auch diesmal die Sammlung koordinierten, als Vorhut auf den Weg gemacht - im Gemeindebus mit voll beladenem Anhänger.

Seit dem 1. September waren in Jühnde bei Menke, in Scheden bei Ganz und in Dransfeld auf dem Bauhof Spenden gesammelt worden. Die Transportkosten teilen sich Dransfeld und Rácalmás.

In der Partnergemeinde gebe es ein sehr großes Gefälle zwischen arm und reich, berichtet Eilers, der kürzlich Rácalmás besuchte. Dort traf die deutsche Delegation auch auf einen Flüchtlingstreck, der zu Fuß auf der Autobahn unterwegs war. „Einer lief mit einer Europafahne vorn, andere trugen kleine Kinder auf den Armen“, beschreibt es Eilers. Es sei ein erschütternder Anblick gewesen.

Rácalmás sei politisch anders geprägt als die ungarische Regierung, das Verhalten Ungarns gegenüber Europa werde durchaus kritisch gesehen. Was die Flüchtlingssituation anbelangt, so hörte er Aussagen wie - sinngemäß - „wir schaffen das nicht alleine“, zugleich aber auch Kritik am Umgang mit den Flüchtlingen in Ungarn.

Viele Ungarn benötigen selbst Hilfe, das haben Heinz Ganz und Manfred Menke immer wieder berichtet, nachdem sie Spendentransporte begleitet hatten. Die dortige Verwaltung kümmert sich darum, dass die Spenden aus der Samtgemeinde bei den Bedürftigen ankommen.

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