Vorschlag an das Innenministerium

Sprachunterricht für Flüchtlinge: „Räume in der Förderschule nutzen“

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Ronald Schminke

Landkreis Göttingen. „Die Flüchtlinge in der Polizeiakademie möchten die deutsche Sprache lernen und im Auefeld stehen in der Förderschule viele Klassenräume ungenutzt leer." 

Das sagt der Landtagsabgeordnete Ronald Schminke (SPD): „Ich bin der Meinung, dass dieses Raumangebot genutzt werden sollte und ich werde diesen Vorschlag beim Landkreis Göttingen und im Innenministerium einbringen."

Es gebe auch aus der Bevölkerung ehrenamtliche Angebote, für Kinder und Erwachsene Sprachunterricht anzubieten. Ferner gebe es Angebote von hilfsbereiten Menschen, Spielnachmittage für die Kinder zu organisieren. Auch diese Angebote seien sinnvoll, zumal Kinder spielerisch Sprachbarrieren überwinden könnten. Die Flüchtlinge brauchten jetzt sinnvolle Beschäftigungen und Ablenkung von dem, was sie in ihren Heimatländern und auf der Flucht erlebt haben, so Schminke. Sie wollten den Tag positiv nutzen und nicht unbeschäftigt sein.

Schminke: „Wir müssen in dieser Situation auch unkonventionell handeln, zumindest solange, bis staatliche Strukturen aufgebaut und Angebote ausreichend vorhanden sind. Sprachliche Barrieren müssen zuerst beseitigt werden und das können wir auch mit ehrenamtlichen, bereits pensionierten Lehrkräften umsetzen.“

Inzwischen sei auch die medizinische Untersuchung angelaufen und täglich werden 20 Flüchtlinge aus der Polizeiakademie in Gimte nach Friedland zur Untersuchung gefahren. Schminke: „Die Universitätsmedizin Göttingen hat sich angeboten, bei der Untersuchung der Flüchtlinge behilflich zu sein. Bisher erfolgte keine Antwort auf das Angebot. Ich weiß nicht, warum einerseits viele Flüchtlinge lange Zeit auf ihre Untersuchungen warten müssen und andererseits das Angebot einer leistungsstarken Universitätsmedizin nicht angenommen wird. Das ist nicht in Ordnung.“

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