Turmdach erneuert

St. Martini-Kirche Dransfeld: Sanierung bis September 2021

Besucher begutachten den Sanierungsstand des Turms der St. Martini-Kirche Dransfeld
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Auf dem Dach des Kirchturms machen sich das Pastorenehepaar Almut und Christoph Wiesenfeldt (rechts) zusammen mit dem Kirchengemeinden-Baubeauftragten Rolf Döring (Mitte) ein Bild von den Sanierungsarbeiten, die ihnen von Karl Lemke von der Denkmalpflege Mühlhausen erläutert werden.

Die Landeskirche Hannovers investiert in Dransfeld nahezu eine halbe Million Euro in die Sanierung des Turmdachstuhls der St. Martini-Kirche.

Die Arbeiten sind derzeit in vollem Gange. Die im Stadtzentrum gelegene Kirche bietet dem Betrachter derzeit ein beeindruckendes Bild. Der mehr als 30 Meter hohe Turm ist komplett von einem gewaltigen Gerüst bedeckt. Die Schindeln des spitzen, rund zwölf Meter hohen Turmdaches sind abgedeckt und eine große Plane lässt an mehreren Stellen den Blick auf die gewaltige Balkenkonstruktion frei.

„Genau diese Balken sind der Grund für die Sanierung“, sagt Rolf Döring, Kirchenvorstandsmitglied und Baubeauftragter der St. Martini-Kirchengemeinde. Schon vor mehreren Jahren sei bei einer routinemäßigen Überprüfung festgestellt worden, dass mehrere Balken des Turmdachstuhls der 180 Jahre alten Kirche teilweise morsch sind und erneuert werden müssen. Weil das zuständige Amt für Bau- und Kunstpflege der Landeskirche Hannovers strenge Denkmalschutzvorschriften für solche Sanierungsmaßnahmen habe, seien sie deutlich aufwendiger als bei anderen Gebäuden. „So dürfen für die Restaurierung beispielsweise nur alte, abgelagerte Balken verwendet werden“, sagt Rolf Döring. Und natürlich könnten die Arbeiten auch nur von Spezialisten ausgeführt werden, von denen es heutzutage nicht mehr viele gebe. Dementsprechend lang sei deswegen auch der Vorlauf für solche Sanierungen.

Begonnen hatten die Arbeiten Ende April mit dem Aufstellen des Gerüstes. „Das alleine hat schon zwei Wochen gedauert“, berichtet das Pastoren-Ehepaar Almuth und Christoph Wiesenfeldt. Das vom gegenüberliegenden Pfarrhaus zu betrachten, sei „extrem spannend“ gewesen. „Seither schweigen auch die Kirchenglocken“, ergänzt Rolf Döring. Der Grund dafür sei, dass die Glocken den Turm beim Läuten in Schwingungen versetzen und das die Stabilität des Gerüstes beeinträchtigen könnte. Die eigentlichen Arbeiten am Dachstuhl werden jetzt von einer Spezialfirma aus Thüringen ausgeführt. „Einen großen Unterschied sehen wird man danach nicht“, sagt Döring. Schließlich würden die alten Dachschindeln wiederverwendet.

„Lediglich die Turmspitze und die Ziffernblätter der drei Turmuhren werden in neuem Glanz erstrahlen“, so der Kirchenvorstands-Baubeauftragte. Nachdem festgestanden habe, dass der Dachstuhl saniert wird und der Turm dafür eingerüstet werden muss, habe die Kirchengemeinde beschlossen, sowohl die verwitterte Spitze als auch die verwitterten Ziffernblätter in den ursprünglichen Zustand zurückversetzen zu lassen.

Die Kosten von rund 14 000 Euro sollen aus Spenden und Rücklagen bezahlt werden. An den Turmsanierungskosten von voraussichtlich 490 000 Euro beteiligt sich die St. Martini-Kirchengemeinde mit 6000 Euro, die aus zweckgebundenen Spenden stammen. Die Arbeiten sollen Anfang September beendet sein.

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