Deutsch-französische Freundschaft blüht:

"Jardin de Scheden" in Frankreich eröffnet

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Der Scheden-Garten in der französischen Partnergemeinde ist eingeweiht (von links): Bürgermeister Christian Lorinquer von Garancières, Schedens Bürgermeisterin Ingrid Rüngeling, 2. Vorsitzende des Schedener Vereins Monika Meyer und Vorsitzender des Vereins in Garancières Arnaud Jaegle.

Scheden. „Jardin de Scheden“ heißt jetzt ein Park in der französischen Partnergemeinde von Scheden, Garancières.

Rund 30 Schedener nahmen kürzlich an der Taufe des Garten teil, berichtet Claudia Wiegräfe, Schriftführerin des Partnerschaftsvereins.

Anlass war das zehnjährige Bestehen der Partnerschaft: Der damals in Scheden lebende Franzose James Chapelle hatte den Kontakt geknüpft – außer zu Garancières auch nach Descartes, wie sich Wiegräfe erinnert. Die Schedener entschieden sich für Garanciéres, Descartes war ihnen eine Nummer zu groß – gut für die Dransfelder, die ihrerseits in Descartes die passende Partnerstadt fanden. Garancières liegt etwa 20 Kilometer von Versailles entfernt.

An viele gemeinsame Erlebnisse erinnerten die Vereinsvorsitzenden und Garanciéres’ Bürgermeister Christian Lorinquer beim offiziellen Festakt in Frankreich. Lorinquer machte sich für den Gedanken des europäischen Miteinanders stark: Er setzte dabei seine Hoffnungen besonders auf die Jugendlichen der beiden Gemeinden. Denn die Idee von einem gemeinsamen Europa könne nur gelebt werden, wenn man bereit sei, die Menschen und deren Kulturen kennenzulernen, sagte er. Aufeinander zugehen und Vorurteile abbauen lautet das Motto.

Das funktioniert zwischen den Partnergemeinden seit nunmehr zehn Jahren, die Teilnehmer berichten von herzlichen Begegnungen. Das wurde nicht nur mit einem Sektempfang gefeiert, sondern jeder Gast bekam auch eine eigens für dieses Jubiläum kreierte Flasche Champagner überreicht. Passend dazu hatten die Gäste am Nachmittag die Gelegenheit, das Haus von Jean Monnet, Begründer der Europäischen Union, zu besichtigen.

Das Museum des Komponisten Maurice Ravel und eine Radtour standen außerdem auf dem Programm. „Zum traditionellen Muschelfest kamen abends wieder alle auf dem Gemeindeplatz zusammen. Es wurde viel gelacht und geklönt, ein gigantisches Tortenbuffet errichtet und zum Abschluss ein spektakuläres Feuerwerk über Garancières gezündet“, so der Bericht weiter.

Am letzten Tag revanchierten sich die Schedener mit deutschen Kostproben: Sie hatten 100 Liter Uslarer Dunkelbier sowie Mettwurst- und Schmalzbrote mit Gurke im Gepäck und boten dies an – gegen eine Spende für die Freunde. Das habe sich schnell herumgesprochen, sodass die Teller bald leer und das Spendenschwein voll waren.

Der Gegenbesuch aus Frankreich wird zu Himmelfahrt nächstes Jahr in Scheden erwartet. 

Kontakt: Der Partnerschaftsverein Scheden ist über seine Vorsitzende Arlette Keßler, arlette74@web.de, zu erreichen.

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