Statkraft investiert in Wasserkraftwerk am Letzten Heller

Lippoldshausen. Die Zeit der uralten Hebemechanismen der Stauwalzen am Kraftwerk Letzter Heller ist vorbei: Der norwegische Staatskonzern Statkraft, der das Wasserkraftwerk neben etlichen anderen Kraftwerken zum 1. Januar 2009 von der Eon Wasserkraft übernahm, investiert kräftig in das von 1921 bis 1924 von der Preussen-Elektra erbaute Werk. Zur Höhe der Investition macht das Unternehmen auf HNA-Anfrage keine Angaben.

Im Mittelpunkt der Arbeiten steht die Erneuerung der Wehranlage; beide Wehrfelder werden auf den neuesten Stand der Technik gebracht. „Nach fast 90 Jahren Einsatz im salzigen Werrawasser sind die Wehrwalzen und ihre Antriebsteile stark angegriffen, sodass eine Renovierung und Erneuerung notwendig ist“, sagt Edgar Hankel, Betriebsstellenleiter Werrawerk bei Statkraft. Sie werden durch hydraulisch angetriebene Drucksegmente ersetzt.

Seit 1. April wird bereits gebaut. Noch in diesem Jahr wird das erste Wehrfeld am Laubacher Ufer erneuert, im nächsten Jahr die zweite Wehranlage am Lippoldshäuser Ufer.

Im Zuge der Bauarbeiten werde auch der korrodierte und kriegsbedingt vorgeschädigte Wehrsteg erneuert: In den letzten Kriegstagen, am 5. April 1945, wurde nicht nur die große, unweit des Werrawerkes liegende Werratalbrücke gesprengt, sondern auch der Steg am Wasserkraftwerk. Der Steg wurde später provisorisch geflickt - und hält bis heute. (phl)

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