Schweres Jahr für die Brandschützer

Staufenberger Feuerwehr mit Rekordzahl bei Einsätzen

+
Schwerer Unfall auf der Autobahn 7 zwischen Lutterberg und Kassel-Nord: Der dunkle Lkw war am Stauende auf den Laster mit dem roten Anhänger im Vordergrund aufgefahren. Der Fahrer des auffahrenden Lkw war gut vier Stunden eingeklemmt. Die Brandschützer aus Staufenberg waren mit 25 Feuerwehrleuten vor Ort. 

Mit 206 Alarmierungen war 2019 nicht nur das mit Abstand einsatzreichste Jahr für die zehn Staufenberger Feuerwehren, sondern es gab auch eine Reihe besonders schwerer Einsätze, wie aus dem Jahresbericht der Wehr hervor geht.

Besonders gefordert waren die Feuerwehrleute auf der Autobahn 7. Nach Angaben von Hans-Jürgen Stock, stellvertretender Gemeindebrandmeister von Staufenberg, rückten Wehren aus dem Obergericht im vergangenen Jahr 38 Mal auf die Autobahn 7 aus. „In fast allen Fällen immer mehrere Ortfeuerwehren gleichzeitig“, so Stock. Das waren deutlich mehr als 2018, als es 21 Einsätze auf der Autobahn gegeben hatte.

Zuständig sind die Staufenberger für den Bereich in Richtung Norden von der Auffahrt Lutterberg bis zur Werratalbrücke und in Richtung Süden von der Auffahrt Lutterberg bis zur Anschlussstelle Kassel-Nord. Vor allem der Abschnitt in Richtung Süden habe die Wehr sehr gefordert, seit es im Bereich Kassel eine Baustelle gibt, heißt es im Jahresbericht der Wehr.

Zu den Einsätzen, die der Bericht besonders hervorhebt, zählt der Unfall auf der A 7 am 16. April zwischen Lutterberg und Kassel-Nord, bei dem ein 55-jähriger Mann aus Göttingen tödlich verletzt wurde. Er war auf einen Sattelzug aufgefahren. Schwer war auch der Einsatz am 17. Juni nach einem Unfall mit drei Lastwagen, ebenfalls zwischen Lutterberg und Kassel-Nord. Zwei Personen wurden dabei verletzt. Ein Lkw-Fahrer wurde in seinem Führerhaus eingeklemmt und konnte erst nach Stunden befreit werden. Aus Staufenberg waren 25 Feuerwehrleuten vor Ort.

Sturm und Hochwasser beschäftigen Wehr

Bis in die frühen Morgenstunden dauerte laut Jahresbericht der Brandeinsatz am Mittwoch, 18. September, in Sichelnstein. Dort war am Nachmittag ein Holzunterstand in Brand geraten, an dem ein Gastank stand.

Die Sicherheitseinrichtung des Tanks hatte bereits ausgelöst und Flüssiggas in Form einer offenen Flamme trat aus. Alle zehn Staufenberger Ortswehren waren im Einsatz, unterstützt von Brandschützern aus Hann. Münden und von der Berufsfeuerwehr aus Göttingen.

Auch das Wetter machte den Feuerwehrleuten zu schaffen. Am 10. März waren nach schweren Sturmböen alle zehn Ortsfeuerwehren im Einsatz, um umgestürzte Bäumen beiseite zu räumen. Am 21. Mai war es ein stundenlanger Dauerregen mit plötzlichen Fluten.

Es gab zahlreiche Einsätze in der Region. In Staufenberg stand Benterode im Bereich der Wellebachstraße unter Wasser, und Uschlag war im Bereich der Kasseler Straße überflutet.

Laut Jahresbericht waren Staufenberger Feuerwehrleute auch in Sandershausen im Einsatz, dort war die Nieste über die Ufer getreten. Die Feuerwehr Niestetal hatte um Hilfe gebeten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.