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Verein aus Staufenberg sammelt Spenden für Hilfstransporte in die Ukraine

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Von: Ekkehard Maass

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Hilfsgüter bis an die Front: Dieses Bild entstand bei einem Transport, der Hilfsgüter an die vorderste Linie brachte.
Hilfsgüter bis an die Front: Dieses Bild entstand bei einem Transport, der Hilfsgüter an die vorderste Linie brachte. © Privat

Ein Verein aus Speele (Staufenberg) sammelt seit längerem Spenden für Menschen in der Ukraine. Davor hat der Verein Menschen und vor allem Kinder und ihre Familien unterstützt, die an den Folgen der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl leiden.

Staufenberg – Seit Beginn des Krieges in der Ukraine sammelt Ingrid Rathgeber (85) aus Speele mit ihrem Verein „Hilfe für Kinder in Not nach Tschernobyl“ Spenden für die Menschen in der Ukraine. Über Jahre hat der Verein Menschen und vor allem Kinder und ihre Familien unterstützt, die an den Folgen der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl leiden.

Staufenberg: Frau aus Speele sammelt Spenden für Ukraine

Rund 50 Hilfsprojekte betreut der Verein, die meisten liegen in Weißrussland. Corona sowie die Unruhen an der belarussischen Grenze seien der Grund nicht mehr in das Gebiet fahren zu können.

Jetzt habe der Verein den Schwerpunkt seiner Hilfe auf die Ukraine gelegt. Dafür, so Rathgeber, habe sich ihre Organisation eng mit dem Lions-Club Kassel-Wilhelmshöhe und dem Christlichen Hilfsdienst Bad Hersfeld zusammen geschlossen, um möglichst alle drei Wochen einen Lastwagen mit 20 Tonnen Hilfsgütern, beladen mit Büchsensuppen, Decken, Schlafsäcken, Hygieneartikeln und vielem mehr, in die Ukraine schicken zu können.

„Das meiste kaufen wir direkt von der Fabrik oder dem Großhandel ein“

Verpflegung für die Soldaten: Mit Kleinbussen werden die Hilfsgüter transportiert.
Verpflegung für die Soldaten: Mit Kleinbussen werden die Hilfsgüter transportiert. © Privat

„Das meiste kaufen wir direkt von der Fabrik oder dem Großhandel ein“, sagt Rathgeber. Für den Transport sei ein Fahrer mit eigenem Lastwagen engagiert worden. Er holt die Hilfsgüter in der Region ab, die in Bad Hersfeld zum Teil in handliche Pakete verpackt werden.

Im Lager in Speele: Ingrid Rathgeber sammelt für die Menschen in der Ukraine.
Im Lager in Speele: Ingrid Rathgeber sammelt für die Menschen in der Ukraine. © HANNAH KÖLLEN

Von dort fährt der Transport in die Ukraine und bringt die Sachen in ein Sammellager in Schytomyr (Ukraine). Dort übernehmen sie weitere Helfer, die sie mit Kleinlastwagen überall dorthin fahren, wo sie gebraucht werden.

Dazu gehören Menschen in den zerbombten Gebieten von Charkow oder Cherson, aber auch Soldaten an der Front. „Es ist erstaunlich, und ich bin sehr dankbar dafür, dass es mutige Männer gibt, die mit ihren alten Kleinbussen bis zur Front fahren und dort die Sachen direkt verteilen“, sagt Rathgeber. Das Geld für Benzin übernehme ihre Organisation.

„Die Frontsoldaten fragten bei der letzten Verteilung, ob es nicht möglich wäre, dass wir zum Beispiel Müsliriegel und klein verpackte Schokolade mitschicken könnten, damit sie zwischendurch etwas Energie bekommen“, berichtet Rathgeber. Zudem wünschten sie sich warme Socken.

„Unsere kleine Organisation hat bisher rund 60 000 Euro für die Transporte beigesteuert“

Davon seien inzwischen einige Hundert Paar mitgeliefert worden. Zuletzt seien neben warmer Kleidung auch Schuhe sowie Decken und Bettwäsche für Flüchtlinge innerhalb der Ukraine mitgeschickt worden, die wenig oder gar nichts auf ihrer Flucht hätten mitnehmen können.

Auch einige Kuscheltiere gehörten dazu, sehr zur Freude der Kinder. Etwa zehn Transporte seien inzwischen in die Ukraine gegangen, der bisher letzte vor einigen Tagen. „Unsere kleine Organisation hat bisher rund 60 000 Euro für die Transporte beigesteuert“, so Rathgeber. Und der Verein benötige weitere Geldspenden. Der nächste Transport sei für Anfang Januar geplant. (Ekkehard Maaß)

Infos

Das Spendenkonto und die Kontaktdaten hat der Verein auf seiner Homepage (rathgeber-speele.de) unter der Rubrik Impressum veröffentlicht

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