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Kinder und Jugendliche lernen in Staufenberg Demokratie

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Von: Jens Döll

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Spiekershausen aus der Luft: Vom 16. bis 23. Juni wird dort das 700-jährige Bestehen des Ortes gefeiert. 
Spiekershausen aus der Luft: In dem kleinen Ort bringen sich Kinder und Jugendliche ein. (Archivbild) © Hilmar Sengler

Kinder und Jugendliche bringen sich in Staufenberg ein. Das ist das Ziel eines Partizipationsprojektes des Kinder- und Jugendbüros. Es ist vor Kurzem in Spiekershausen gestartet.

Staufenberg – Kindern und Jugendlichen demokratische Prozesse näherzubringen, das hat sich das Kinder- und Jugendbüro auf die Fahne geschrieben. Der Anfang wurde im Ortsteil Spiekershausen gemacht. Dort gab es bereits drei Treffen mit Einwohnern von zehn bis 20 Jahren. Das berichtet Steffen Grede vom Kinder- und Jugendbüro der Gemeinde.

Staufenberg: Projekt in Spiekershausen gestartet

„Wir haben alle persönlich angeschrieben“, berichtet er. Von den 43 Spiekershäuser Adressaten kamen 20 zum ersten Treffen in die Dorfgemeinschaftsanlage. Dort konnten die Teilnehmer ihre Ideen vorstellen. Diese wurden, so Grede, erst gesammelt und gruppiert. „Wir bildeten Cluster“, sagt er dazu. Über die gesammelten Ideen wurde dann abgestimmt. So konnte die Zahl von anfangs 19 auf sieben und dann auf fünf gesenkt werden. „Es wurden auch Arbeitsgruppen gebildet“, so Grede weiter. „Die Kinder und Jugendlichen sollen sich auch Gedanken machen, wie sie die Ideen umsetzen. Sie sollen nicht etwas vorschlagen, was wir dann umsetzen sollen.“ Welche Projekte genau umgesetzt werden, dazu möchte Grede erst etwas sagen, wenn die Staufenberger Politik zugestimmt hat.

„Es soll ein Insektenhotel gebaut werden, so viel kann ich schon sagen“, fügt er hinzu. „Wie kommen wir an Material? Wie finanzieren wir es? Kennt jemand jemanden, der helfen kann?“, das sind Fragen, die sich die Teilnehmer in den Sitzungen stellen. Auch die Finanzierung spielt eine Rolle. So die Frage, ob es aus dem Etat des Ortsrates, des Kinder- und Jugendbüros oder via Spendensammlungen bezahlt werden sollen. Anfangs fanden die Treffen in Spiekershausen immer dienstags statt, nun sollen sie donnerstags stattfinden. „Wie lange es bis zu Umsetzungen in den Orten dauert, ist offen“, berichtet der Initiator.

Kinder und Jugendliche von 10 bis 20 Jahren können sich einbringen

Wenn alle Fragen geklärt sind, dann treten sie an den Ortsrat heran. In den kommenden drei bis vier Jahren sollen solche Partizipationsprojekte in allen Staufenbeger Ortschaften abgehalten werden. Laut Steffen Grede seien als nächstes Sichelnstein und Benterode an der Reihe. Auch der Ortsrat von Escherode habe bereits Interesse angemeldet. Es soll demnächst ein „Runden Tisch“ mit allen Ortsbürgermeistern stattfinden, bei dem das Projekt noch einmal vorgestellt wird. „Mehr als drei bis vier Orte schaffen wir aber nicht im Jahr“, so Grede. Die Idee sei Steffen Grede und Juliane Fuchs bei einem Seminar zum Thema Partizipation in Springe gekommen.

Idee kam bei Seminar in Springe

Dort wurde unter Anleitung eines emeritierten Professors aus Lüneburg das Thema Beteiligung an verschiedenen Beispielen aufgegriffen. Danach dachten sich Grede und Fuchs „wir fangen einfach mal an“. „Wir wollen den Teilnehmern zeigen, dass sie sich einbringen können und Beteiligung etwas bringt.“ Mit der Beteiligung sei man bis jetzt „sehr zufrieden“. (Jens Döll)

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