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Bau des neuen Feuerwehrhauses in Landwehrhagen schreitet voran

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Von: Jens Döll

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Besuch an der Baustelle in Landwehrhagen: Stefan Müller (von links) vom Staufenberger Gemeindeservice, Bürgermeister Bernd Grebenstein und Andreas Marte vom Bauamt der Gemeinde.
Besuch an der Baustelle in Landwehrhagen: Stefan Müller (von links) vom Staufenberger Gemeindeservice, Bürgermeister Bernd Grebenstein und Andreas Marte vom Bauamt der Gemeinde. © Jens Döll

In Landwehrhagen in der Gemeinde Staufenberg wird ein neues Feuerwehrhaus gebaut. Der Baubeginn wurde schon öfter verschoben. 3,5 Millionen Euro soll das Projekt kosten.

Landwehrhagen – Ein Kran erhebt sich auf der Baustelle für das neue Quartier der Stützpunktfeuerwehr Landwehrhagen (Altkreis Hann. Münden) unmittelbar neben dem Friedhof. „Momentan wird an den Fundamenten gearbeitet“, berichtet Stefan Müller vom Staufenberger Gemeindeservice. Seit einigen Wochen laufen die Arbeiten an dem Gebäude, das der Freiwilligen Feuerwehr Landwehrhagen Heimat werden soll, nun schon.

Staufenberg: Bau von Feuerwehrhaus soll 3,5 Millionen Euro kosten

Etwa 3,5 Millionen Euro an Kosten werden kalkuliert. Davon zahlt das Land Niedersachsen eine Million als Förderung, die Gemeinde 2,5 Millionen. „Es kann aber sein, dass das Ganze durch die aktuelle Situation noch etwas teurer wird“, berichtet Bürgermeister Bernd Grebenstein bei einem Termin vor Ort. Mit der „aktuellen Situation“ meint er die Krise auf den Rohstoffmärkten und die steigenden Kosten, nicht nur für Energie. Es könnte passieren, dass manche Gewerke neu vergeben werden müssen, heißt es weiter. Die ursprünglich geplanten 2,5 Millionen Euro können nicht eingehalten werden, erklärte der Bürgermeister bereits vor einigen Monaten. Das hatte mit höheren Planungs- als auch Materialkosten zu tun.

Streiffundamente werden auf dem Grundstück in Nachbarschaft zum Friedhof in Landwehrhagen angelegt.
Streiffundamente werden auf dem Grundstück in Nachbarschaft zum Friedhof in Landwehrhagen angelegt. © Jens Döll

Bis die Wehr dort ihr Heim findet, wird es noch einige Zeit dauern. Es sind 18 Monate Bauzeit einkalkuliert. Bis die Feuerwehrmänner und -frauen einziehen können, wird es wohl Frühjahr oder Sommer 2024.

Staufenberg: In Landwehrhagen werden Fundamente gegossen

So soll das Gebäude nach dem Entwurf von Markus Otto aussehen.
So soll das Gebäude nach dem Entwurf von Markus Otto aussehen. © Entwurf: Architektur- und Ingenieursbüro Markus Otto

Momentan werden die Streifenfundamente angefertigt. Sie bestehen aus massiven gegossenen Betonstreifen, die dem Grundriss des Hauses folgen und die Standfläche für die tragenden Mauern des Gebäudes bilden. Dafür wurden Streifen aus dem Erdreich ausgehoben, etwa 80 Zentimeter tief. In Kleinstarbeit wurden Stahlmatten für das Fundament geflochten. Auf das Fundament soll dann in den kommenden „ein, zwei Wochen“ die Bodenplatte gegossen werden. Diese wird dicker in dem Bereich, wo die Fahrzeuge geparkt und die Ausrüstungsgegenstände gelagert werden, und dünner im Bereich des Verwaltungstraktes. Um Beisetzungen auf dem benachbarten Friedhof nicht zu stören, sollen die Arbeiten bei solchen Anlässen kurz ausgesetzt werden, heißt es von der Verwaltung.

Staufenberg: Auch Räume für Aus- und Fortbildung im neuen Gebäude

Zudem soll das neue Feuerwehrhaus über eine öffentliche Toilette verfügen, die den Friedhofsgästen zur Verfügung steht. Auch soll in dem Gebäude, das auf einem 4100 Quadratmeter großen Gelände gebaut wird, Räume für Schulungen, die Jugendwehr und die Einsatzleitung im Obergeschoss eingerichtet werden. Es soll auch eine Küche und einen Lagerraum geben. Über eine Sirene wird das Gebäude nicht verfügen. „Es befindet sich im Außenbereich des Dorfes, daher benötigt es keine“, so heißt es vom Bürgermeister.

Das aktuelle Feuerwerhaus in Landwehrhagen, das den modernen Ansprüchen nicht mehr genügt.
Das aktuelle Feuerwerhaus in Landwehrhagen, das den modernen Ansprüchen nicht mehr genügt. © Jens Döll

Im Sommer 2020 stimmte der Rat der Gemeinde Staufenberg einstimmig für das Bauvorhaben. Er stimmte sowohl für den vorliegenden Bebauungsplan als auch für die entsprechende Änderung des Flächennutzungsplans für das Gelände hinter dem Friedhof an der Straße Zum Ickelsbach. Das alte Gerätehaus in Landwehrhagen wurde von der Feuerwehrkasse bemängelt. Sie hatte erklärt, dass das bisherige Gerätehaus am Bohlweg nicht mehr den Vorschriften entspreche, und auch ein Anbau nicht genehmigungsfähig sei. (Jens Döll)

Nicht nur in Landwehrhagen, auch in Benterode wird gebaut. Dort wird die Ortsdruchfahrt saniert.

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