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Halloween-Deko und vieles mehr: Frau in Landwehrhagen näht für ihr Leben gern

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Von: Jens Döll

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Nicole Kühne aus Landwehrhagen (Staufenberg) zeigt zwei Kissen, die aussehen wie Gespenster für Halloween.
Gar nicht so gruselig: Nicole Kühne mit ihren beiden Gespensterkissen. Sie näht als Hobby und ist damit auch auf der Plattform Instagram vertreten. © Jens Döll

Nicole Kühne näht für ihr Leben gerne. Online für sie einen Blog und postete auf Instagram. Passend zum Anlass gibt es auch Halloween-Deko

Landwehrhagen – Gespensterkissen, Kürbisse und ein Topfuntersetzer mit dem berühmten Grafen Dracula. Das sind die Nähwerke von Nicole Kühne aus Landwehrhagen in der Nähe von Hann. Münden.

Staufenberg: Nicole Kühne hat das Nähen von der Oma gelernt

Ihr Hobby ist das Nähen, sie betreibt im Internet einen Blog – eine Art Tagebuch – und einen Kanal auf dem Sozialen Netzwerk Instagram. Dort heißt sie color4colle und zeigt ihre Näharbeiten einem breiten Publikum. „Die Kissen sind aus dem Jahr 2015“, sagt sie und zeigt auf die beiden Geister. Einer davon ist mit einem Herz verziert. Richtig gruselig sind sie nicht. „Ich mag keine Horrorfilme“, berichtet die 49-Jährige. Auch blutige, wirklich gruselige Halloween-Deko seien „nicht so ihr Ding“.

Ihre Werke sind eher niedlich, kindgerecht. „An Halloween kommen ab und zu mal ein paar Kinder vorbei, daher habe ich Süßigkeiten parat“, berichtet sie. Ihre beiden Söhne sind im Teenageralter.

Das Nähen war Nicole Kühne praktisch in die Wiege gelegt, berichtet sie. Ihre Oma hat „für das ganze Dorf genäht“. Oft sei sie im Nähzimmer gewesen, habe ihrer Oma bei der Arbeit zugeschaut. „Mich hat beeindruckt, wie sie Pailletten an ein Kleid genäht hat.“

Zum Auszug aus dem Elternhaus hat sie eine Nähmaschine geschenkt bekommen, mit den Worten „kann man immer mal gebrauchen“. Jahrelang hatte sie für das Hobby keine Zeit, irgendwann sei es einfach wieder gekommen. „Den Blog mache ich seit etwa 2014“, erzählt sie.

Horror-Filme mag sie keine - Halloween-Deko ist eher süß

Sie hätte auch einmal ein Kleingewerbe angemeldet, über das sie selbst genähte Taschen verkauft hatte, aber das habe sie vor einiger Zeit aufgeben. Es sei viel zu aufwendig gewesen: „Ich hatte keine Zeit mehr, kreativ zu sein“, berichtet Nicole Kühne über die Gründe. Ihre Inspirationen holt sie sich auf Instagram und Pinterest – eine Internetplattform für Künstler und Hobby.

Sie konnte somit viele Bekanntschaften knüpfen, mit manchen trifft sie sich auch „im echten Leben“. Zudem besucht sie immer wieder Handarbeitsmessen wie die H und H in Köln, die Infa Kreativ in Hannover und weitere. Kühne, die bei einem Lutterberger Unternehmen arbeitet, probiert auch für Firmen Schnittmuster aus. In der Handarbeitszeitschrift Anna wurde ein Porträt von ihr veröffentlicht und eine Anleitung.

Halloween stammt ursprünglich aus Irland

Für eine bekannte und alte Nähbedarfsfirma war sie auch mal als Markenbotschafterin unterwegs. Dazu veröffentlichte sie auf ihrem Instagramkanal Posts.

Der Graf Dracula, ein Vampir, ist auf einem Küchenuntersetzer zu sehen. Das Bild entstand bei Nicole Kühne in Landwerhagen (Staufenberg).
Ja der Graf ... Graf Dracula, Herr der Vampire, ziert einen Untersetzer für Töpfe und Pfannen. Ihn hat Nicole Kühle genäht. © Jens Döll

In ihrem Nähzimmer stapeln sich, fein säuberlich in Regalen, Stoffe und andere Nähutensilien. Die fertigen Kreationen verschenkt sie oder behält sie auch selbst „Taschen sind ja Rudeltiere“, sagt sie und lacht.

Halloween, der Brauch, der ursprünglich als Irland stammt und von irischen Einwanderern in die USA gebracht wurde, ist in diesem Jahr am Montag, 31.10.2022. An diesem Tag wird auch der Reformationstag gefeiert. Ob sich in diesem Jahr ein paar Kinder auf der „Süßes-oder-Saures-Tour“ zu Nicole Kühne verirren, wer weiß? (Jens Döll)

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