Pflanzen an der Fulda

Ärger um Herkulesstauden

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Machen sich breit: die giftigen Herkulesstauden an der Fulda unterhalb der früheren Kläranlage bei Speele.  

Speele. Walter Jentsch ist über die Staufenberger Gemeindeverwaltung verärgert, weil sie auf seine Meldung von Herkulesstauden an der Fulda nicht sofort reagiert hat.

Vor über einer Woche habe er die Verwaltung auf die „Plantage“, wie er es nennt, aufmerksam gemacht, aber bis heute sei nichts passiert, sagte er am gestrigen Freitag im Gespräch mit unserer Zeitung. Dabei sei Gefahr im Verzug, so Jentsch, der im Ortsrat von Speele sitzt und auch mehrere Jahre Mitglied im Staufenberger Gemeinderat war.

Die Herkulesstaude, auch Riesen-Bärenklau bezeichnet, ist giftig und kann bei Berührung Hautreizungen auslösen (siehe Hintergrund). Zehn bis fünfzehn Pflanzen, die jeweils bis zu vier Meter hoch werden können, habe er der Verwaltung gemeldet. Sie stehen an der Fulda unterhalb der früheren Kläranlage von Speele.

Die Verwaltung habe erklärt, sie sei nicht zuständig, weil die Pflanzen nicht auf einem Grundstück der Gemeinde stünden. Das könne er nicht akzeptieren, so Jentsch.

Auf die Anfrage unserer Zeitung am Freitag, was die Verwaltung zu tun gedenke, sagte Amtsleiter Dominik Feist, zuständig für den Bereich Sicherheit und Ordnung in der Gemeinde, dass ein Mitarbeiter sich das Areal an der Fulda vor Ort ansehen werde, um dann festzustellen, wem es gehöre. Danach werde dem Eigentümer empfohlen, die Pflanzen zu entfernen. Mehr könne bei einem Privatgelände nicht getan werden.

Hintergrund

Juckreiz, Rötungen, Schwellungen

Auch die Landwirtschaftskammer Niedersachsen weist auf die Gefahren durch die Herkulesstaude hin, die ursprünglich aus dem Kaukasus stammt. „Der Saft des Riesen-Bärenklaus enthält phototoxisch wirkende Furocumarine. Wenn die Haut nach der Benetzung mit Pflanzensaft der Sonneneinstrahlung ausgesetzt wird, entstehen Hautentzündungen. Mögliche Folgen sind Juckreiz, Rötungen, Schwellungen und Blasenbildung auf der Haut. Die Veränderungen können wie Verbrennungen ersten und zweiten Grades aussehen. Schon die Dämpfe können die Gesundheit beeinträchtigen und zum Beispiel Übelkeit verursachen.

Auch vertrocknete Stängel, Blüten und Samen enthalten den Giftstoff Furocumarin. Gefährdet ist jeder, der mit der Pflanze in Berührung kommt“, heißt es auf der Hompage.“

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