Gewerbegebiet müsste vergrößert werden

Discounter Aldi will Zentrallager in Lutterberg bauen

Erweiterungsfläche fehlt: Weil Aldi in Hedemünden keine Erweiterungsmöglichkeiten mehr hat, will das Unternehmen mit dem Zentrallager für die Region nach Lutterberg umziehen. Foto: Siebert

Lutterberg/Hedemünden. Der Gemeinde Staufenberg liegt eine Anfrage der Unternehmensgruppe Aldi Nord vor, sich mit einem Zentrallager bei Lutterberg anzusiedeln.

Die Unternehmensgruppe Aldi Nord plant, ihr Zentrallager in Hedemünden nach Staufenberg-Lutterberg zu verlegen. Das teilte Staufenbergs Bürgermeister Bernd Grebenstein im Gespräch mit unserer Zeitung mit. Aldi-Nord habe eine entsprechende Anfrage gestellt. Für die Verwirklichung der Pläne müsste die Gemeinde das bestehende Gewerbegebiet bei Lutterberg vergrößern.

Das Gelände, für das sich Aldi-Nord interessiert, liegt westlich des bestehenden Gewerbeparks auf der anderen Seite der Bundesstraße 496. Bisher ist dieses Areal im Flächennutzungsplan als landwirtschaftliche Fläche ausgewiesen. Sollte sich der Gemeinderat für das Projekt aussprechen, müsste der Flächennutzungsplan entsprechend geändert werden.

Nach Angaben Grebensteins benötige das Unternehmen eine Fläche von rund 250 000 Quadratmetern. Davon würden aber nur maximal zwei Drittel bebaut. Das Gelände gehört rund 20 Privateigentümern. Grebenstein rechnet mit 180 Arbeitsplätzen, die entstehen. Weitere könnte folgen. Wichtig sei das Unternehmen für Staufenberg auch als Gewerbesteuerzahler. Angaben darüber, mit welchen Einnahmen zu rechnen sei, wollte Grebenstein nicht machen. Sollte Aldi umziehen, werde das Unternehmen zu den großen Gewerbesteuerzahlern der Gemeinde zählen.

Grebenstein sieht in dem geplanten regionalen Aldi-Zentrallager eine einmalige Chance für Staufenberg. Zugleich betont er aber auch, dass dieses Projekt nur mit Lärmschutzmaßnahmen für Lutterberg verwirklich werden könne. Die Unternehmensgruppe Aldi habe bereits zugesagt, dazu auch über die gesetzlichen Vorgaben hinaus bereit zu sein.

Das Lager in Lutterberg soll deutlich größer werden als das bestehende in Hedemünden. Die Erweiterung ist auch der Grund des Umzuges. Die Stadt Hann. Münden hat nach Angaben von Bürgermeister Harald Wegener keine geeignete Fläche zur Verfügung stellen können.

Für Staufenberg rechnet Grebenstein mit rund 200 Lkw-Bewegungen am Tag, gefahren werde rund um die Uhr. Aber zu dem zu erwartenden Lastwagenverkehr erwarte er noch genauere Angaben.

„Mir ist klar, dass Lutterberg bereits stark belastet ist“, sagte Grebenstein. „Ich trage ein Lutterberger Herz in meiner Brust.“ Und deshalb werde auch der Ortsrat bei allen Planungen mit einbezogen und der Lärmschutz besonders berücksichtigt.

Zurzeit beraten der Ortsrat von Lutterberg und die Fraktionen der Rats-Parteien über die Anfrage von Aldi Nord. „Entschieden ist noch gar nichts“, sagt Grebenstein.

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